Senyati Safari Camp: Elefantenüberfluss

Von Chris

Wer ständig, viele und nah Elefanten sehen möchte, der sollte sich sich im Senyati Safari Camp niederlassen. Vor einigen Jahren war das Camp noch der Geheimtipp unter den den Freunden der Rüsseltiere. Inzwischen ist es bekannter und entsprechend frequentierter gebucht.

Eine kleine Oase abseits der Pauschaltouristen wird es aber immer bleiben. Höchstens das Camp kommt auf die Idee Zufahrten  besser zu befestigen.

Die Anfahrt

Es gibt zwei Möglichkeiten das Senyati Camp mit einem Vehikel zu erreichen, eine mit und eine ohne Allrad befahrbar:

Die Sandpiste

Die Sandpiste ist schlicht und einfach nur mit Allrad befahrbar, dafür die schnellste Anfahrt (ca.1-2 km) von Kasane aus. Nachdem ihr eine kleine Anhöhe erreicht habt, geht die Straße (leicht) abschüssig nach unten Richtung Camp. Der Sand ist phasenweise relativ tief. Wenn dabei halbstarke pubertäre Elefanten den Weg kreuzen, kann es auch in einem 4WD etwas unangenehm werden, da Rückwärts ohne Schwung in der tiefen Piste nicht so leicht geht. Da heißt es nur ruhig bleiben, in die Hose scheißen und hoffen, dass die Dickhäuter weiter laufen. Zum Glück war meine Hose bereits dunkel ;-).

Die Steinpiste

Die Steinpiste ist die Alternativroute für Gefährte ohne 4×4. Mit ca. 4 Kilometer Länge ist sie vergleichsweise beschwerlicher, da der Weg zwischenzeitlich doch sehr holprig sein kann und somit einfach langwieriger ist. Ein GPS zur Orientierung ist von Vorteil, eine Beschilderung besteht, wenn auch gelegentlich versteckt.

Das Camp

Das Camp liegt leicht abschüssig und mündet quasi an einem künstlich erschaffenen Wasserloch. Auf dem Campgelände findet ihr 20 Zeltplätze und 8 Chalets. Braai-Area, sanitäre Anlagen, Stromanschluss und sogar Wifi nach afrikanischer Art (also gemütlich) ist alles vor Ort, sauber und funktional. Ok, Warmwasser muss per Boiler mittels Lagerfeuer erhitzt werden. Da die Stellplätze um die Koch- und sanitären Anlagen angelegt sind, ist die Toilette Nachts schnell erreichbar. Das verringert die Wahrscheinlichkeit von einem Elefanten aufgefressen zu werden, schließlich watscheln diese gelegentlich durch das Camp. Ob die Chalets verwöhnten westlichen Standards entsprechen, kann ich leider nicht beurteilen, da ich diese Form zu reisen und zu nächtigen langweilig finde. Äußerlich sah es nett aus, innerlich, keine Ahnung.

Das Loch

Die Attraktion des Camps ist das künstlich angelegte Wasserloch. Wer in Botswana nicht von dem Anblick von Elefanten befriedigt wurde, der wird hier auf jeden Fall übersättigt wieder abreisen. Das Camp liegt mitten im Elefantenkorridor. Das garantiert eigentlich immer ein Elefant am Wasserloch und das Tag und Nacht (Flutlicht). Aber nicht nur Elefanten konnten wir erspähen, sondern auch Büffel, Warzenschweine, Giraffen, Antilopen, Baboons und viele weitere Vierbeiner. Man munkelt, es werden gelegentlich Löwen erspäht. Uns blieben sie leider verborgen.

Das eigentliche Unglaubliche und Faszinierende ist schlicht und einfach die ungetrübte Nähe zu den Tieren. Kein Zaun, keine Autotüre, keine bewaffneter Ranger steht zwischen dir und den Tieren. Nur du, dein Bier und das Tier. Einfach wunderschön.

Der Bunker

Wer Rüssel an Rüssel mit den Dickhäutern sein möchte, der kann den Bunker nutzen. Ein kleiner unterirdischer Tunnel mündet in einem Bunker direkt am Wasserloch. Näher kommt ihr an wilde Elefanten nicht ran. Geschützt durch Betonplatten kann hier jede einzelne Hautfalte der Elefanten begutachtet werden.

Die Kneipe

Wer Tiere mit Bier und Sessel gemütlich ansehen möchte, dem sei die Bar empfohlen. Durch die erhöhte Lage bietet Sie einen wunderbaren Ausblick auf das Wasserloch und die Umgebung. Am besten schnappt ihr euch ein Fernglas und beobachtet auch die Tiere weiter hinten im Bush.

Die Vergnügungsmöglichkeiten

Sämtliche Ausflüge sind direkt über das Camp buchbar. Wir haben uns damals aus Fahrfaulheit einen Gamedrive in den Chobe Nationalpark gegönnt. Desweiteren sind Boat und Fishing Cruises, Helikopterflüge, Bungee Jumps und viele weitere Aktionen zu einem durchschnittlichen Preis buchbar. Der Transfer zu den Sehenswürdigkeiten ist im Normalfall im Preis mit inbegriffen.

Das Fazit

Das Senyati Safari Camp in Botswana lohnt sich. Es ist vielleicht nicht mehr „der“ Geheimtipp und die Atmosphäre ist nicht mehr so persönlich. Trotzdem ist das Wasserloch mit all seinen Tieren einfach ein Ereignis. Die nahe Lage zum Chobe Nationalpark ist ebenfalls eine schöne Sache. Der Trubel von Kasane wird vermieden. Gleichzeitig sind Tagesausflüge in den Chobe ohne großen Aufwand zu machen.

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