Warthogs Bush Camp: Hippo, Elefant und Chicken Curry, bitte!

Von Chris

Es war spät, wir waren müde und der Reifen mal wieder platt. Froh und genervt zugleich kamen, wir am Warthogs Camp am Lake Kariba. Froh, weil endlich da. Genervt, weil so spät. Aus Sambia kommend, wurde uns direkt an der Grenze die Beamtenmentalität der simbabwischen Staatsangestellten präsentiert. Vier Autos mussten über die Grenze. Eine halbe Stunde Bearbeitungszeit pro Auto macht 2 Stunden. Eine weitere Stunde ging auf die Suche nach dem Passagierschein A38 drauf. Nachdem wir den Grenzbeamten fragten, ob er mit dem Passagierschein die Antikorruptions-Hotline von Simbabwe meinte, ging es relativ schnell. Nach 3 Stunden unerwarteter Pause mussten wir leider im Dunklen das Camp suchen. Zu allem Überfluss liierte sich dabei ein schöner Nagel mit dem Hinterreifen unseres Toyota Hilux. Im Camp angekommen, begrüßte uns erstmal ein Elefantenweibchen. Gemütlich fraß es sich durch die Campbüsche, als ob sie mitteilen wollte, dass nicht alles in Simbabwe blöd sei.

Das Camp

Das Warthogs liegt direkt an dem Karibasee, kurz hinter Grenze zu Sambia (s. Karte unten). Es bietet die ganze Reihe an Übernachtungsmöglichkeiten: Self-Catering Cottages, Chalets, fest installierte Zelte und einem Campingplatz. Die sanitären Anlagen waren einfach, aber ganz nett gemacht (Trennwände aus Glasflaschen). Warmes Wasser gab es zumindest bei uns nicht, laut Inhaberaussage aber eigentlich schon. Die Cabins und Cottages sahen sauber und gepflegt aus, nicht unbedingt luxuriös aber vollkommen akzeptabel. Das Personal und auch die Besitzer waren sehr freundlich, aufgeschlossen und hilfreich. Nach Ankunft gab es direkt eine kleine Campführung.

Das Camp bietet einen schönen Pool mit tollem Blick direkt auf den Lake Kariba. Nicht selten grasen um den Pool Zebras, Pumbas und Hippos. Bei Hippos sollte vielleicht etwas Abstand gehalten werden, da diese großen Zähne haben und sehr schwer sind.

Die Kneipe

Nur einige Meter von dem Pool entfernt liegt die offene Bar. Sie ist der abendliche, zentrale Treffpunkt des Camps. Ob Camper oder Suite-Übernachter. Hier trifft (und betrinkt) man sich, zumindest, wenn es nach dem Vorbild der Besitzer geht ;-). Nebenbei ist das Essen empfehlenswert. Ehrlich und einfach und mit viel Liebe von einer simbabwischen  Mama gekocht. Die Essens-Empfehlungen wechseln regelmäßig. Wer Glück hat ist am Chicken Curry Tag vor Ort. Das läuft.

Die Tiere

Überrascht waren wir von den vielen Tieren, die gemütlich durch das Camp spazierten und das obwohl das Camp nicht in irgendeinem geschützten Nationalpark liegt. Ob Elefant, Zebra oder Warzenschwein, die Tiere schienen sich kaum an den Menschen gestört zu haben, grasten oder fraßen gemütlich und bei Durst liefen Sie die 10 Meter an den See um zu trinken. Nachts hörten wir die Hippos grunzen und kämpfen. Tagsüber lagen sie nur wenige Meter entfernt im Schlamm und ruhten sich von nächtlichen Eskapaden aus.

Die Vergnügungsmöglichkeiten

Das Warthogscamp bietet sämtliche Attraktionen, die ein Camp klassischer Weise an einem See bietet: Fishing, Kanutrips, Boottrips, 4×4 Trips und einiges mehr. Ob sich ein Ausflug für den europäischen Rundreisenden lohnt ist schwer zu sagen. Ich glaube eher nicht.

Das Fazit

Ich gebe zu, das Warthogs hat mich überrascht. Eigentlich nur als Zwischenstation zu den Mana Pools gedacht, sind die vielen wilden Tiere, die durch das Camp wandern wirklich eine Besonderheit. Die direkt Lage zu dem Karibasee ist wunderschön und das Staff ist freundlich und nett. Einzig die sanitären Anlagen geben einen Minuspunkt. Ansonsten lässt es sich hier aushalten.

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