Eine Safari in Afrika – für viele ein Lebenstraum. Die unendliche Weite der Savanne, majestätische Löwen im Schatten einer Akazie, riesige Elefantenherden, die sich an einem Wasserloch versammeln. So klar die Bilder im Kopf auch sein mögen, so herausfordernd gestaltet sich oft die Entscheidung: Welches Land und welcher Park ist die richtige Wahl für dieses unvergessliche Abenteuer?
Die Suche nach dem perfekten Safari-Erlebnis gleicht einem Puzzle. Informationen sind über unzählige Webseiten und Reiseführer verstreut, ein direkter Vergleich zwischen den Ländern – etwa zwischen Kenia und Südafrika – ist für Reisende kaum zu leisten. Welcher Park bietet die größte Exklusivität? Wo stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis? Und wie aufwändig gestaltet sich die Anreise?
Um genau diese Lücke zu schließen, hat GoSafari eine in dieser Form einzigartige Analyse durchgeführt. Erstmals wurden die beliebtesten Nationalparks aus sieben afrikanischen Top-Destinationen – Botswana, Kenia, Namibia, Südafrika, Tansania, Sambia und Simbabwe – detailliert untersucht und objektiv vergleichbar gemacht. Dafür wurden Fakten wie Besucherzahlen und Parkgrößen in mehr als 30 Parks ausgewertet, aber auch Faktoren wie Eintrittskosten, Reise-Logistik und Unterkunftsangebot.
Exklusivität: Wo Safari noch ein intimes Erlebnis ist
Wer die Wildnis Afrikas ohne Menschenmassen erleben möchte, für den ist die Exklusivität eines Nationalparks ein entscheidender Faktor. Für diese Analyse wurde ein Exklusivitäts-Scoring entwickelt, das die jährliche Besucherzahl mit der Parkfläche kombiniert. Die Parks wurden in drei Kategorien eingeteilt: „sehr exklusiv“ (3 Punkte), „exklusiv“ (2 Punkte) und „belebt“ (1 Punkt).
Die exklusivsten Erlebnisse: Sambia und Simbabwe an der Spitze
Die exklusivsten Safari-Erlebnisse – gemessen an der geringsten Besucherdichte – finden sich in Sambia und Simbabwe. Diese beiden Länder bieten Naturerlebnisse fernab der großen Touristenströme.
Sambias North Luangwa Nationalpark verzeichnet mit nur 0,11 Besuchern pro Quadratkilometer eine außergewöhnlich geringe Besucherdichte. Ähnlich unberührt zeigen sich der Liuwa Plains Nationalpark (0,12 Besucher/km²) und der weitläufige Kafue Nationalpark (0,55 Besucher/km²). Um diese Zahlen greifbar zu machen: Auf einer Fläche so groß wie ein Fußballfeld trifft man im Jahresschnitt nicht einmal auf einen einzigen anderen Besucher.
Simbabwe steht dem in nichts nach: Matusadona am Lake Kariba (1,64 Besucher/km²), Gonarezhou (2,18 Besucher/km²), Mana Pools (2,33 Besucher/km²) und der Hwange Nationalpark (3,79 Besucher/km²) bieten alle ein sehr exklusives Safari-Erlebnis mit wenig Besucherverkehr.
Auch jenseits dieser beiden Länder gibt es Refugien der Stille: Tansanias Ruaha (1,04 Besucher/km²), der grenzüberschreitende Kgalagadi in Südafrika (1,29 Besucher/km²) und Namibias Bwabwata-Nationalpark (4,38 Besucher/km²) gehören zu den sehr exklusiven Destinationen.
Die goldene Mitte: Exklusiv mit guter Infrastruktur
Parks mit einem Exklusivitäts-Score von 2 bieten einen ausgewogenen Kompromiss zwischen überschaubarer Besucherzahl und guter Infrastruktur. Hier finden sich bekannte Namen wie die Serengeti in Tansania (38,12 Besucher/km²), der Krüger-Nationalpark in Südafrika (81,72 Besucher/km²) und der Chobe Nationalpark in Botswana (39,80 Besucher/km²). Diese Parks sind deutlich belebter als die Geheimtipps in Sambia und Simbabwe, bieten aber im Vergleich zu den Hotspots immer noch ein relativ exklusives Erlebnis.
Aber auch in diesen Parks gibt es Bereiche, in denen sich Besucher stark konzentrieren können – etwa bei der Großen Migration in der Serengeti, an der Riverfront nahe Kasane im Chobe Nationalpark oder in den wildreichen südlichen Regionen des Krüger-Nationalparks.
Publikumsmagnete: Die belebten Hotspots
Am anderen Ende des Spektrums stehen Parks mit hoher Besucherdichte. Spitzenreiter ist der Nairobi Nationalpark in Kenia mit 1.780 Besuchern pro Quadratkilometer – kein Wunder, liegt er doch direkt vor den Toren der kenianischen Hauptstadt. Auch der Lake Nakuru Nationalpark (1.239 Besucher/km²) und der Amboseli Nationalpark (489 Besucher/km²), beide ebenfalls in Kenia, gehören zu den am stärksten frequentierten Parks. Das bedeutet jedoch nicht, dass diese Parks weniger lohnenswert sind. Für das Safari-Erlebnis bedeutet das, dass man die beeindruckende Tierwelt oft mit vielen anderen teilt. Gerade bei Sichtungen von Tieren kann es zu Ansammlungen von Fahrzeugen kommen, was den intimen Moment einer Tierbegegnung beeinträchtigen kann. Wer also Wert auf ungestörte Beobachtungen und ein ruhigeres Ambiente legt, sollte sich eher an den Parks der Exklusivitäts-Kategorien 2 oder 3 orientieren.
Besucherdichte im Ländervergleich: Sambia vorn
Bei der durchschnittlichen Besucherdichte im Ländervergleich ergibt sich folgendes Bild: Sambia führt mit einem durchschnittlichen Exklusivitäts-Score von 3,0 – alle fünf untersuchten Parks des Landes fallen in die Kategorie „sehr exklusiv“. Namibia (2,67) und Simbabwe (2,33) folgen dicht dahinter. Südafrika (2,25) und Tansania (2,0) bieten eine ausgewogene Mischung aus exklusiven Geheimtipps und belebteren Klassikern. Am unteren Ende steht Kenia mit einem Durchschnitt von 1,2 – hier dominieren die stark frequentierten Publikumsmagnete.
Der Preis-Dschungel: Eintritts- und Visumspreise im Vergleich
Die Kosten für eine Safari setzen sich aus vielen Faktoren zusammen – neben Unterkunft, Flug und Aktivitäten spielen auch die Eintrittspreise für die Nationalparks sowie Visumskosten eine Rolle in der Budgetplanung. Dafür wurden die Tagestarife für Erwachsene und die Visumsgebühren aller untersuchten Parks vergleichend ausgewertet. Die Preisspanne reicht dabei von unter 5 Euro bis zu über 170 Euro pro Tag – allein für den Parkeintritt.
Der Stempel im Pass: Was die Einreise kostet
Bevor das Abenteuer in der Wildnis beginnen kann, steht der offizielle Stempel im Reisepass an. Doch keine Sorge, dieser Schritt ist nicht immer mit Kosten verbunden und gestaltet sich je nach Reiseziel ganz unterschiedlich.
Die gute Nachricht für alle Reisenden mit deutscher Staatsbürgerschaft lautet: Für die Einreise nach Südafrika, Botswana und Sambia ist kein Visum erforderlich. Der Weg ins Safari-Glück ist hier also weniger bürokratisch und vor allem kostenfrei.
Für andere Traumziele gehört eine Gebühr zur Reisevorbereitung dazu. So sollten Sie für eine Reise nach Kenia oder Simbabwe jeweils etwa 25 Euro für das Visum einplanen. Wer die berühmten Parks in Tansania erkunden möchte, muss mit einer Gebühr von etwa 43 Euro rechnen – für Reisende, die nach Sansibar reisen, kommt noch eine Pflichtversicherung hinzu (aktuell ca. 38 Euro für Erwachsene, 19 Euro für Kinder). An der Spitze dieser Liste steht Namibia, wo die Einreise mit einer Visagebühr von ca. 80 Euro verbunden ist – ein Posten, der in der Reisekalkulation nicht fehlen sollte.
Eintrittspreise im unteren Preissegment
Betrachtet man rein die Eintrittsgebühren, bieten vor allem Namibia, Sambia und Simbabwe die günstigsten Konditionen. In Namibia schonen Parks wie der Bwabwata- und der Nkasa-Rupara-Nationalpark mit rund 5 Euro pro Tag die Reisekasse. Selbst der berühmte Etosha-Nationalpark bleibt mit etwa 7 Euro im einstelligen Bereich. Auch in Sambia und Simbabwe bewegen sich die Gebühren für viele Parks in einem moderaten Rahmen von etwa 8,50 bis 21 Euro.
Wichtiger Hinweis:
Diese niedrigen Eintrittspreise sollten nicht mit günstigen Gesamtkosten verwechselt werden. Gerade in den exklusiven Parks dieser Länder ist das Unterkunftsangebot oft auf wenige, hochpreisige Lodges beschränkt, die den größten Teil des Reisebudgets ausmachen.
Die Klassiker im Herzen Afrikas: Mittleres Preisniveau in Südafrika und Botswana
Südafrika und Botswana präsentieren sich als goldene Mitte für Safari-Enthusiasten. Hier treffen weltberühmte Parks auf moderate Eintrittspreise. In Südafrika lockt der legendäre Krüger-Nationalpark für rund 26 Euro täglich, dicht gefolgt vom Addo Elephant Nationalpark (ca. 21 Euro) und dem Kgalagadi Transfrontier Park (ca. 25 Euro). Diese Parks sind Ikonen des Kontinents und bieten eine unglaubliche Artenvielfalt zu einem fairen Preis.
Die exklusiven Juwelen Ostafrikas: Höhere Eintrittspreise in Tansania und Kenia
Für das ultimative Safari-Erlebnis in den ikonischen Weiten Ostafrikas stehen Tansania und Kenia. Die Namen allein – Serengeti, Masai Mara – wecken Sehnsüchte. Das spiegelt sich auch in den Eintrittspreisen wider. Während man in Tansania für den Ruaha-Nationalpark mit rund 26 Euro dabei ist, ruft die majestätische Serengeti knapp 71 Euro pro Tag auf. Kenia setzt noch einen drauf: Hier reichen die Gebühren von rund 37 Euro für den Nairobi-Nationalpark bis zu beeindruckenden 172 Euro für die weltberühmte Masai Mara. Diese Preise sind das Tor zu einigen der spektakulärsten Tierwanderungen und Landschaften der Welt.
Ländervergleich: Durchschnittliche Eintrittskosten
Im Ländervergleich zeigt sich: Namibia liegt mit durchschnittlich 6 Euro pro Park am unteren Ende, gefolgt von Simbabwe (15 Euro), Südafrika (21 Euro) und Sambia (22 Euro). Die teuersten Destinationen sind Tansania (48 Euro im Schnitt) und Kenia (72 Euro im Schnitt).
Familien & Selbstfahrer: Diese Nebenkosten sollten Sie kennen
Neben dem reinen Eintritt für Erwachsene fallen oft weitere Gebühren an, die das Budget beeinflussen können.
Für die kleinen Abenteurer: Familien profitieren in vielen Parks von deutlich reduzierten Preisen für Kinder. Im südafrikanischen Krüger-Nationalpark zahlen Kinder beispielsweise nur die Hälfte des Erwachsenenpreises. In Namibia ist der Eintritt für Kinder unter 8 Jahren sogar oft komplett kostenlos. In den teureren Parks wie der Serengeti oder Masai Mara gibt es ebenfalls erhebliche Rabatte für den Nachwuchs.
Für alle, die selbst am Steuer sitzen: Wenn Sie mit dem eigenen Mietwagen unterwegs sind, erheben die meisten Parks eine zusätzliche Fahrzeuggebühr. Die Spanne ist hier enorm: Während im Etosha-Nationalpark in Namibia nur eine kleine Gebühr von etwa 2,50 Euro anfällt, schlägt sie im Arusha Nationalpark in Tansania mit 34 Euro deutlich stärker zu Buche. Ein Vergleich lohnt sich also auch hier.
Die Wahl der Unterkunft: Löwengebrüll zum Aufwachen
Die Wahl der Unterkunft ist vielleicht die wichtigste Entscheidung Ihrer Safari-Reise. Sie bestimmt den Rhythmus Ihrer Tage und die Geräuschkulisse Ihrer Nächte. Schlafen Sie umgeben von den geheimnisvollen Rufen der Wildnis oder ziehen Sie den Komfort einer Lodge vor den Toren des Parks vor? Unsere Analyse zeigt, dass die Parks hier völlig unterschiedliche Philosophien verfolgen.
Das ultimative „Mittendrin“-Erlebnis
Wer den Puls der Wildnis hautnah spüren und zum Zirpen der Zikaden und dem fernen Brüllen eines Löwen einschlafen möchte, findet in Parks mit In-Park-Lodges das intensivste Erlebnis. Der große Vorteil: Morgens, bevor die Tagesgäste von außerhalb eintreffen, hat man die Wildnis fast für sich allein.
Die größte Auswahl bieten die Serengeti mit 156 Lodges und die Masai Mara mit 107 – hier schläft man nicht nur in der Nähe der Tiere, man ist ihr Nachbar. Auch der Krüger-Nationalpark (67 Unterkünfte) und der Ngorongoro Krater (63 Unterkünfte) lassen keine Wünsche offen.
Doch viele Lodges bedeuten nicht automatisch volle Parks – entscheidend ist das Verhältnis zur Fläche. Und hier zeigt sich: Wer es exklusiver mag, wird im Kgalagadi Transfrontier Park und im Liuwa Plains Nationalpark fündig. Auf 1.000 km² Parkfläche kommt hier weniger als eine Lodge – ruhige Morgenpirschfahrten sind quasi garantiert. Auch der riesige Ruaha Nationalpark in Tansania bietet mit nur 1,04 Lodges pro 1.000 km² maximale Exklusivität.
Die Qual der Wahl vor den Toren der Wildnis
Einen völlig anderen Weg gehen Parks, die sich in der Nähe urbaner Zentren befinden. Das extremste Beispiel ist der Nairobi Nationalpark in Kenia. Hier verschmelzen Wildnis und Zivilisation auf surreale Weise: Während im Park selbst keine einzige Übernachtung möglich ist, großes Angebot das Angebot direkt vor seinen Toren mit über 3.000 erfassten Unterkünften. Ähnlich verhält es sich beim Arusha Nationalpark in Tansania und dem Lake Nakuru Nationalpark in Kenia. Sie bieten eine riesige Vielfalt an Hotels und Lodges für jeden Geldbeutel, verlangen aber von ihren Besuchern, morgens zur Safari anzureisen und abends wieder „nach Hause“ zu fahren.
Weite und Einsamkeit: Wenn die Unterkunft selbst ein Ziel ist
Doch es geht nicht nur um die Frage „drinnen oder draußen“, sondern auch um das Gefühl von Weite und persönlichem Raum. Neben der Lage verrät eine weitere Kennzahl, wie exklusiv das Erlebnis wirklich wird: die Anzahl der Besucher pro Unterkunft.
Die Auslastung zeigt, wie belebt es in den Camps und Lodges zugeht. Im Tarangire Nationalpark in Tansania kommen rechnerisch 5.783 Besucher im Jahr auf eine einzige Unterkunft – ein Zeichen für einen sehr beliebten und belebten Park. Im Gegensatz dazu stehen Parks wie der North Luangwa Nationalpark, wo auf jede Unterkunft nur 63 Besucher im Jahr kommen, oder die exklusiven Parks Ruaha (678) und Nyerere (675). Diese niedrigen Werte versprechen ein ruhigeres, persönlicheres Erlebnis vor Ort und unterstreichen das Gefühl von wahrer Abgeschiedenheit.
Ländervergleich: Breites Angebot oder stille Exklusivität?
Die durchschnittliche Anzahl der Unterkünfte pro Quadratkilometer Parkfläche verrät, wie stark ein Land auf ein breites Angebot oder auf Exklusivität setzt.
Kenia führt diese Statistik mit großem Abstand an: Rund 5.800 Unterkünfte teilen sich hier 1.000 Quadratkilometer – bei beliebten Tiersichtungen wird es entsprechend voll. Tansania (245 Unterkünfte/1.000 km²) und Zimbabwe (144 Unterkünfte/1.000 km²) bieten deutlich mehr Raum, während Südafrika (66 Unterkünfte/1.000 km²) einen guten Mittelweg zwischen Infrastruktur und Ruhe findet.
Wer echte Exklusivität sucht, wird in Namibia (10 Unterkünfte/1.000 km²) und Sambia (4 Unterkünfte/1.000 km²) fündig. Hier teilt man sich die Wildnis mit so wenigen anderen Gästen, dass private Tierbeobachtungen die Regel sind, nicht die Ausnahme.
Von der Landebahn ins Abenteuer: Die Anreise zum Nationalpark
Die Zeit zwischen der Landung und dem ersten Gänsehautmoment im Busch ist ein wichtiger Teil der Reiseplanung. Es gibt natürlich unterschiedliche Wege in die Wildnis: die klassische Fahrt mit dem Mietwagen, aber auch die zeitsparende Flugsafari, bei der Kleinflugzeuge direkt im Park landen und die Anreise enorm verkürzen.
Beide Optionen haben ihren Reiz und passen zu unterschiedlichen Reisetypen. Unsere Analyse zeigt, wie schnell Sie mit dem Mietwagen vom Flughafen im Herzen der Wildnis sind und wo bereits der Weg das Ziel ist.
Die Schnellstarter für Ungeduldige
Wer keine Zeit verlieren will, ist in Kenia und Südafrika bestens aufgehoben. Absolut unschlagbar ist der Nairobi Nationalpark , der nur eine halbe Stunde vom Flughafen entfernt liegt. Auch der Tarangire Nationalpark in Tansania (3 Stunden) und der berühmte Amboseli Nationalpark in Kenia (3,5 Stunden) sind schnell erreicht und versprechen einen zügigen Start ins Abenteuer.
Die Expeditionen für Entdecker
Für das Gefühl wahrer Abgeschiedenheit muss man sich die Wildnis erst verdienen. Die Anreise zu den entlegenen Juwelen ist oft schon ein Erlebnis für sich. Wer keinen Anschlussflug nehmen will, ist mit dem Auto zu einigen Parks schon etwas länger unterwegs. An der Spitze stehen hier der Nkasa-Rupara-Nationalpark in Namibia mit 12 Stunden Fahrzeit sowie der Ruaha Nationalpark in Tansania mit 10 Stunden. Diese langen Fahrten führen jedoch durch faszinierende Landschaften und lassen einen tief in die Seele des Kontinents eintauchen, lange bevor Sie das Parktor erreichen.
Gesundheit auf Reisen: Das Malaria-Risiko im Detail
Ein wichtiger Aspekt jeder Safari-Planung ist die Gesundheitsvorsorge. Das in unserer Analyse ausgewiesene Malaria-Risiko zeigt den Anteil der infizierten Bevölkerung im Jahr 2021 und gibt einen Anhaltspunkt, wie sich die Länder im Risiko unterscheiden.
Die südlichen Länder weisen ein sehr geringes Risiko auf: In Südafrika und Botswana liegt es bei nur 0,10 %, in Namibia bei 0,20 %.
Ein höheres Risiko besteht in Simbabwe (1,10 %) und Kenia (3,00 %). Das höchste Risiko im Ländervergleich weisen Sambia mit 10,30 % und Tansania mit 6,30 % auf. Diese Werte unterstreichen, warum für Reisen in diese Regionen eine medikamentöse Prophylaxe oft dringend empfohlen wird.
Wichtiger Hinweis:
Diese Übersicht dient nur zur ersten Orientierung und ersetzt keinesfalls eine professionelle medizinische Beratung. Sprechen Sie vor Ihrer Reise unbedingt mit einem Arzt oder einem Tropeninstitut über eine individuell passende Vorsorge, da das Risiko auch innerhalb eines Landes je nach Region und Jahreszeit stark variieren kann.
Wie die Besucher die Parks bewerten
Die Meinungen derer, die bereits dort waren, sind ein unschätzbarer Wert bei der Reiseplanung. Die Google-Bewertungen der analysierten Parks zeichnen ein beeindruckend positives Bild: Das gesamte Feld bewegt sich auf einem sehr hohen Niveau zwischen 4,2 und 4,8 von 5 Sternen.
Spitzenreiter ist der Serengeti Nationalpark in Tansania, der mit 4,8 Sternen die höchste Zufriedenheit bei den Besuchern erzielt. Dicht dahinter positioniert sich ein starkes Feld berühmter Parks mit einer hervorragenden Bewertung von 4,7 Sternen, darunter der Ngorongoro Krater, die Masai Mara und der Krüger Nationalpark .
Am unteren Ende der Skala finden sich der Lower Zambezi Nationalpark (4,2 Sterne) und der North Luangwa Nationalpark (4,3 Sterne). Doch selbst diese niedrigsten Bewertungen zeugen noch von einer hohen Zufriedenheit.
Das Fazit ist eindeutig: Obwohl sich die Parks in Kosten und Exklusivität stark unterscheiden, ist die Zufriedenheit der Besucher durchweg hoch.
Fazit: Welcher Park passt zu Ihnen?
Am Ende unserer großen Reise durch sieben Länder und ihre berühmtesten Nationalparks steht eine Erkenntnis: Den perfekten Park gibt es nicht pauschal. Die Entscheidung hängt davon ab, welche Faktoren für Sie im Vordergrund stehen: das Budget, die Exklusivität, eine kurze Anreise oder die Gesundheitsvorsorge?
Die Analyse dient als Kompass und zeichnet klare Profile für unterschiedliche Reiseträume:
- Für den Ruhesuchenden, dem unberührte Wildnis und absolute Abgeschiedenheit am wichtigsten sind, führen die Wege nach Sambia und Simbabwe. Hier erleben Sie die geringste Besucherdichte und ein Gefühl von wahrer Exklusivität. Dieses Erlebnis ist oft mit erstklassigen, aber auch hochpreisigen Lodges verbunden.
- Für den unkomplizierten Genießer, der eine ausgewogene Mischung sucht, ist Südafrika der klare Allrounder. Hier treffen moderate Parkeintritte auf eine visumfreie Einreise und ein sehr geringes Malaria-Risiko. Die Anfahrtszeiten sind überschaubar und die Auswahl an Unterkünften ist groß, was die Planung besonders einfach macht.
- Für den Träumer, der das ikonische Ostafrika-Erlebnis sucht, sind Kenia und Tansania das Ziel der Sehnsucht. Hier zahlen Sie etwas mehr für Parkeintritte und Visa und müssen eine höhere Malaria-Vorsorge treffen. Als Belohnung wartet aber die Möglichkeit, in weltberühmten Parks wie der Serengeti oder Masai Mara zu übernachten und das unvergleichliche „Mittendrin“-Gefühl zu erleben.
Letztendlich ist die Wahl so individuell wie Ihr Fingerabdruck. Denn der Erfolg einer Safari lässt sich nicht allein an Zahlen festmachen – Faktoren wie der konkrete Standort, die Unterkunft, Jahreszeit oder Reiseart prägen das Erlebnis ebenso. Unsere Daten liefern die Orientierung, Ihr perfektes Abenteuer gestalten Sie selbst.
Was haben wir gemacht?
Für die Analyse wurden die aktuellsten verfügbaren Besucherzahlen aus offiziellen Daten der nationalen Behörden und Parkverwaltungen herangezogen. Der Exklusivitäts-Score wurde berechnet, indem die jährliche Besucherzahl durch die Fläche des Parks (in km²) geteilt wurde. Die Vergabe der Punkte erfolgte nach folgenden Schwellenwerten: 3 Punkte (bis 10 Besucher/km²), 2 Punkte (bis 150 Besucher/km²) und 1 Punkt (über 150 Besucher/km²). Die Google-Bewertungen wurden im September 2025 erfasst. Die Anzahl der Unterkünfte wurde über die Google Places API ermittelt, wobei alle Lodges, Camps und Campingplätze innerhalb des Parks sowie in einem Umkreis von 10 Kilometern berücksichtigt wurden. Die Eintrittspreise wurden auf den offiziellen Webseiten der Parks oder der zuständigen Behörden recherchiert, wobei Kosten in Landeswährung zum tagesaktuellen Kurs in Euro umgerechnet wurden. Aufgrund von Währungsschwankungen sind diese Angaben als Näherungswerte zu verstehen. Die durchschnittliche Fahrzeit vom nächstgelegenen größeren internationalen Flughafen zum Haupteingang des Parks wurde via Google Maps ermittelt. Die Visumskosten basieren auf den Angaben der jeweiligen Botschaften und Konsulate für deutsche Staatsbürger. Das Malaria-Risiko wurde auf Basis von Daten von „Our World in Data“ zum Anteil der infizierten Bevölkerung im Jahr 2021 bewertet.
Die Daten wurden nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert, um ein möglichst repräsentatives und aktuelles Bild zu ermöglichen. GoSafari übernimmt jedoch keine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Daten.
