Flamingos im Nata Bird Sanctuary

Von Chris

Eigentlich war Besuch des Nata Bird Sanctuary nicht eingeplant. Aber der Kühler unseres Toyota Hillux, der laut Vermieter nie kaputt geht, ist kaputt gegangen. Das heißt wir konnten nicht mit dem Rest der Gruppe in die Makgadikgadi Pans, mussten zig Kilometer nach Mahalapye zurück, um dort den einzige Ersatzkühler in ganz Botswana aufzutreiben. Afrika eben.

Entsprechend galt es die komplette Strecke zur anderen Gruppe aufzuholen. Treffpunkt war Nata. Via Francistown ging es die komplette Distanz auf der Teerstraße, bis zur unseren Unterkunft (Nata Lodge). Ankunft war schon um 14 Uhr.  Da die Dachzelte bereits aufgebaut, die Informationen über den Park ungenügend und Autofahrlust nach mehreren hundert Kilometer Teerstraße nicht besonders hoch war, beschlossen wir eine Guided Tour zur buchen (direkt über die Lodge möglich).

Die Vögel

Große Erwartungen hatte ich nicht. Schließlich sind Vögel, Vögel und ich ein Freund der Vierbeiner. Aber ich wurde belehrt. Große Kolonien an Pelikane und Flamingos säumen den Park. Insbesondere in der Nähe des Salzsees flogen Heerscharen von Flamingos an unseren Köpfen vorbei. Was in Kombination mit der untergehenden Sonne ein faszinierendes Bild ergab. Laut Guide hatten wir Glück diese zu Gesicht zu bekommen, da die Regenzeit ergiebig, wie seit Jahrzehnten nicht mehr war. Ergo fanden die Vögel auch noch im August kleine Muschel und Würmer in dem Matsch des See und sahen keine Grund weiter zu ziehen.

Ansonsten macht der Park seinem Namen alle Ehren: Es gibt große, kleine, dicke, dünne, gelbe, grüne, weiße, rosa Vögel in sämtlichen Kombinationen. Ein Traum für Ornithologen.

 

Die anderen Tiere

Neben Vögel empfingen uns im Nata Bird Sanctuary einige andere Tiere: Eine Hyäne sprang fröhlich durch das Wasser, einige Gnus grasten gemütlich (Gnus werden in Botswana eher selten gesichtet) und ein kleiner Schakal rannte über den Weg. Außerdem erblickten wir zahlreiche Impalas und Antilopen.

 

Der Sonnenuntergang

Wer in den Park geht, sollte das zwingend zum Sonnenuntergang tun. Ohne Sonnenuntergang ist die Tour nur halb so spannend. Zielpunkt der geführten Tour ist ein kleiner Aussichtsturm am Rande des Salzsees. Von dort kann der Sonnenuntergang und die unendlich Weite des Salzsees betrachtet werden. Zusammen mit den vorbeifliegenden Flamingos ergibt die Szenerie eine unglaublich Stimmung. Rot, orange, lila, blau: Einmal volle Farbendröhnung, bitte. Zusätzlich gibt es von dem Guide kaltes Bier. Leben, was willst du mehr?

Das Fazit

Es lohnt sich. Nicht für den ganzen Tag, aber für 2-3 h absolut empfehlenswert. Wer also, wie wir, Nachmittags in der Unterkunft ankommt, der sollte sich das Bird Sanctuary inklusiv Sonnenuntergang unbedingt ansehen. Für eine Tagesbesuch ist der Park etwas zu klein und eintönig, höchstens ihr seid Power-Ornithologen. Die Buchung über die Nata Lodge ist ebenfalls zu empfehlen. Der Guide ist wissend, kommunikativ und sehr freundlich. Kleiner Tipp: Für die Rückfahrt unbedingt warme Kleider mitnehmen. Sobald die Sonne verschwunden ist, wird es ab einer bestimmten Geschwindigkeit bei offenem Jeep-Verdeck frisch. Also, wirklich frisch.

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