Chinhoyi Caves National Park in Simbabwe

Direkt an der A1 (Harare-Chirundu), eher unauffällig, liegt der Chinhoyi Caves National Park. Wie der Name bereits verrät, handelt sich bei dem Park um Höhlen.

 

Übersicht

 

Der „Sleeping Pool“

Paradoxerweise ist die Hauptattraktion, der sogenannte „Sleeping Pool“, gar keine Höhle mehr, sondern nur der Zugang zu ihr. Über einen natürlichen Tunnel führt der Weg zu dem Pool. Durch die besondere Lichteinstrahlung, die Tiefe und den felsigen Untergrund strahlt dieser in einem besonderen intensiven Kobaltblau, wahrlich beeindruckend. Weniger beeindruckend ist der Weg durch den Tunnel. Man sieht schlicht und einfach nichts. Von daher unser Tipp: Stirn- oder Taschenlampe mitnehmen, dann geht das Laufen besser. Unten angekommen entschädigt, neben der besonderen Wasserfarbe, die einzigartige und entspannende Ruhe des Ortes.

Weg zum Sleeping Pool im Chinhoyi Caves National Park

Höhle im Chinhoyi Caves National Park

 

Die „Dark Cave“

Der „Sleeping Pool“ kann in dem Chinhoyi Caves National Park über einen zweiten Zugang, der sogenannten „Dark Cave“ erreicht werden. Eine steile Treppe führt zu dem Eingang. Die „Dark Cave“ bietet mehr Höhlenerlebnis. Über teilweise enge und dunkle Passagen führt die die Höhle direkt an den „überdachten“ Teil des „Sleeping Pools“. Hier seht ihr, wie tief der Pool in das Höhlensystem ragt. Die Höhle ist zwar stellenweise beleuchtet, doch empfiehlt es sich auch für diese ein Leuchtmittel mitzunehmen. Simbabwische Glühbirnen können manchmal kaputt gehen ;-). Ach ja, Leute mit Platzangst sollte sich vielleicht draußen das gemütliche Bänkchen gönnen.

Dark Cave im Chinhoyi Caves National Park

 

Über den Caves

Das offiziell begehbare Gelände um und in den Caves des Chinhoyi Parks ist überschaubar, wenn nicht zu sagen, kaum erwähnenswert. Wer langwierige Wanderwege erwartet, der wird enttäuscht. Letztendlich besteht der Park aus den beiden Zugängen zu den Pools, den Wegen zu den Zugängen, ein paar Plattformen mit Blick auf den Pool und den entsprechenden Ruhebänken.

 

Das Tauchen

Das Baden in dem Pool ist nicht erlaubt. Es können aber Tauchgänge organisiert werden. Am besten setzt ihe euch diesbezüglich mit der Parkverwaltung in Kontakt. Tauchtrips sind nur für erfahrene Taucher empfehlenswert, dafür aufgrund der weiten Sicht besonders spektakulär. Mit einer Tiefe von geschätzten 170 Metern und weiteren unterirdischen Höhlen erfordert der „Sleeping Pool“ gewisse Erfahrungen und Kenntnisse.

 

Das Camp über den Chinhoyi Caves National Park

An den Park grenzt ein Campingplatz und ein Motel. Der Platz ist funktionabel, aber wahrlich nichts besonderes. Großer Andrang scheint er nicht zu herrschen. Wir waren damals die einzigen Nächtigenden. Die sanitären Anlagen waren schon etwas runter gekommen. Warmwasser kam leider keines. Bewacht wurde der Platz einem Wärter mit Maschinengewehr, was nicht zwingend vertrauenerweckend ist.

 

Das Fazit

Insgesamt waren wir von dem Chinhoyi Nationalpark etwas enttäuscht. Ja, der Pool liegt wunderschön. Das Blau ist faszinierend und die Höhlen schön eng und dunkel. Aber 10 Dollar pro Person für eine Stunde Komplettbesichtigung ist schon eine Ansage. Desweiteren war das Personal nicht wirklich freundlich und der Campingplatz etwas runtergekommen. Es empfiehlt sich ein kurzer Zwischenstopp (wer bereit ist den Eintritt zu zahlen). Für einen Halbtags- geschweige denn für einen Ganztagesausflug lohnen sich die Höhlen nicht. Für Taucher können die Caves sehr interessant sein. Da wir aber keine sind, fehlt uns die endgültige Bewertungsgrundlage.

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