South Luangwa Nationalpark – Safariherz Sambias

Sambia und damit auch der South Luangwa Nationalpark hatten einmal eine Vorreiterrolle  mit kommerziellen Safaris, u.a. fanden hier ersten Fotosafaris statt, doch leider ist dieser Park bei wenigen im Blickfeld, wenn es um eine Safari in Afrika geht. Warum der South Luangwa Nationalpark sich nicht hinter Kalibern wie beispielsweise Botswana verstecken muss, werden wir im folgenden genauer beleuchten. Der Park ist nicht nur ein Geheimtipp für Liebhaber der Walking-Safaris, sondern zählt mit zu den tierreichsten im südlichen Afrika.

Inhaltsverzeichnis

Lage und Charakteristika des Parks 

Der South Luangwa liegt im östlichen Teil des Landes und wird maßgeblich vom namensgebenden Fluss geprägt. Der Luangwa Fluss ist einer der letzten wirklich wilden Flüsse Afrikas ohne jegliche Hürden wie Staumauern oder sonstigen regulatorischen Bauten. Das Bild des Flusses wird durch die starken jahreszeitlichen Wechsel wie Regen, Hitze und den Tieren immer wieder verändert. Dies ist auch der Grund warum der Park in der Regenzeit nur begrenzt bis gar nicht zugänglich ist. Während und kurz nach der Regenzeit verändert sich das Luangwa Tal in ein großes Überflutungsgebiet und der Fluss wird zu einem Reißenden Strom, der nicht selten große Bäume mit sich reißt. Dies kann sich bis in den Mai hinein ziehen. Diese Überflutungen führen dazu, dass auf den Überflutungszonen wenig Sträucher wachsen, da diese regelmäßig weggespült werden und in den Sommermonaten große Weideflächen entstehen. Hier halten sich vornehmlich Tiere auf, die sich auch in feuchten Gebieten gut fortbewegen können wie Puku Antilopen und Wasserböcke. Die Graslandschaften sind oftmals durchzogen von Gräben, die natürlicherweise vom abfließenden Wasser geschaffen werden. Diese Gräben werden häufig von Leoparden genutzt, um sich unentdeckt an grasende Antilopen oder Zebras heran zu pirschen. Lagunen die sich in der Regenzeit in der Nähe des Flusses bilden, sind wahre Vogelparadiese. Es gibt große Brutkolonien von Sattelstörchen und Pelikanen. In den steilen Flussufern brüten unterschiedliche Bienenfresser, die hier optimale Bedingungen vorfinden. 

Der Park lässt sich aufgrund der Größe und unterschiedlichen Vegetationen in drei Teile (Süd/zentral/Norden) gliedern und bietet somit extrem viel Abwechslung für Aufenthalte von bis zu zwei Wochen, ohne das sich Pirschfahrten doppeln würden. Wie üblich in wasserreichen Regionen spielt sich das meiste Leben in der Nähe des Fluss oder den zahlreichen Nebenarmen statt.

Der südliche Teil

Der Zugang in den südlichen Teil des Parks befindet sich bei Mfuwe. Somit fahren alle Reisende, die in den südlichen Teil des Nationalparks möchten, erst einmal auf einer ausgiebigen Safari durch den halben Nationalpark. Auf diese Gegend hat sich die Bushcamp Company fokussiert. im Dreieck des zusammenfluss von Kapamba River und Luangwa liegt das eigentliche Safari Gebiet. Wir persönlich haben hier eine gute Dichte an Leoparden erlebt, die aufgrund der teilweisen Abwesenheit auch tagsüber recht aktiv sind. Auch eine erfolgreiche Jagd bei Tageslicht kann hier durchaus realistisch sein, was in anderen Regionen mit höherem Anteil von Löwen eher selten ist. Der Süden ist zudem auch etwas dichter in der Vegetation und bietet den Tieren etwas mehr Versteckmöglichkeiten. Die dichte Vegetation wird teilweise von offenen “Weideflächen” aufgelockert, die Futter für Antilopen bietet. Besonders sind die vielen Lagunen, die sich in der Regenzeit bilden. An diesen Lagunen ist eine vielzahl von unterschiedlichen Vogelarten zu beobachten. Das dichte Netz an Flüssen ermöglicht gute Tierbeobachtungen auch abseits des Hauptstroms und macht damit die Ausfahrten abwechslungsreich.

Der zentrale Teil

Der zentrale Teil des Parks ist etwas stärker frequentiert, da auch Lodges die außerhalb des Parks liegen, hier auf Pirschfahrt gehen. Für diese Lodges liegen der nördliche und südliche Abschnitt meist etwas zu weit entfernt und wäre lediglich auch einer Ganztagessafari zu erkunden. Aufgrund der Nähe zum Flughafen und der Landezeiten von Lusaka kommend wird meiste die erste Nacht bei einer Safari im Südluangwa hier verbracht, bevor es weitergeht in die unterschiedlichen Ecken des Parks. Geprägt ist die zentrale Region von offenen Landschaften, die vor Allem Büffelherden und Puku Antilopen anzieht. Hier können Löwen ihr Jagdgeschick ausleben und entsprechend sind diese hier stärker vertreten. Es gibt zwar eine gute Anzahl an Leoparden, welche sich aber eher in der Dunkelheit zeigen. Ein Großteil der Safari Touren führen entlang des Luangwa Fluss, da das Hinterland abgesehen von wenigen Wasserlöchern eher trocken ist und somit für wasserabhängige Tiere unattraktiv. Vor Allem kurz nach der Regenzeit wenn sich das Wasser zurückzieht, sprießt das frische Grün. Durch die Buschlandschaften im zentralen Teil sind hier außerdem viele Giraffen zu beobachten.

Der nördliche Nsefu Sektor    

Nsefu liegt Östlich des Luangwa Fluss und hat einen eigenen Eingang. Der Zugang liegt ca. 2 Stunden von Mfuwe entfernt, was viele abschreckt. Hier hat sich Robin Pope mit mehreren Camps angesiedelt. Eine schöne Variante ist es, einen Transfer durch den zentralen Teil zu nehmen, um dann per Kanu auf die andere Seite des Luangwa über zu setzen. Dort warten dann die Fahrzeuge von Robin Pope (mit anderen Lodges funktioniert dies nicht). Der Norden ist geprägt von der sogenannten “Black Cotton Soil”, welche die Region in der Regenzeit unbefahrbar matschig macht. In der Trockenzeit ist der Untergrund steinhart und rissig. Große Weideflächen für Tiere sucht man hier meist vergebens. Die Vegetation ist von Büschen geprägt, die Futter für Giraffen und Elefanten darstellen. Die in der Regenzeit entstehenden Wasserlöcher halten das Wasser teilweise über das ganze jahr aufgrund des dichten Untergrund. Die Fische in diesen kleinen Seen versorgen die dort brütenden Kolonien des Nimmersatt und ziehen große Gruppen von Pelikanen an, die sich mit den Nimmersatt Gruppen zur gemeinsamen Befischung zusammenschließen. Ein Wahrzeichen der Region ist eine Leopardin namens Olimba, welche eine besondere Jagdmethode perfektioniert hat. Sie nutzt die durch den Rückfluss nach der Regenzeit entstandenen Gräben der offenen Flächen, um sich nahe an die Puku Antilopen heran zu schleichen und um aus kurzer Distanz zu zu schlagen. Da sie sehr standorttreu ist, kennen viele Reisende diese besondere Leopardin.  

Unser Tipp:

Der Park ist so vielfältig, dass es nicht immer notwendig ist bei einer 10-Tage Safari weitere Parks in den Verlauf zu integrieren. Weniger ist mehr!

Besonderheiten des South Luangwa National Park

Im Gegensatz zu vielen anderen Parks und Regionen im südlichen und östlichen Afrika können sich hier die Lodges spezielle Erlaubnisse einholen und im Nationalpark auch Nachtfahrten anbieten. Auch kurze Offroad Abstecher sind hier erlaubt. Das fußt auf den wenigen Selbstfahrern, die im Park unterwegs sind und dem System der Registrierung für diese Aktivitäten. Wer also auf eigene Faust unterwegs ist und zu spät aus dem Park hinaus fährt muss also immer noch mit einer Strafe rechnen. 

Ein zentraler Bestandteil der Aktivitäten nehmen die Walking Safaris ein. So gibt es hier unterschiedliche Möglichkeiten, die von einer morgendlichen Runde von einer Lodge aus über die Wanderung von Lodge zu Lodge bis hin zu mehrtägigen Campingsafaris reicht. 

Die Vorreiter für diese Kommerzialisierung abseits der Jagdsafari waren Norman Carr und Robin Pope, welche heute noch in der Safari Industrie in Sambia tief verwurzelt sind. Bei den Walking Safaris ist neben einem Guide (und meistens einem Guide in Ausbildung) ein vom Nationalpark angestellter Ranger dabei. Der Ranger ist ausschließlich für die Sicherheit der Gäste zuständig. Der Guide hat damit mehr Muse und Zeit sich um die Feinheiten der Natur zu kümmern. Ein enormer Vorteil zu den Walking Safaris in Südafrika, Namibia, Botswana und Simbabwe.

  • Die Walking Safaris sind nicht auf sportliche Herausforderungen ausgelegt und jeder kann bei Erschöpfung per Fahrzeug abgeholt werden. Eine Walking Safari ist ein besonderes Highlight auf einer Reise in den South Luangwa und ist nicht vergleichbar mit denen in den Nachbarländern – es werden tatsächlich auch Raubkatzen bei diesen Safaris aufgespürt.

 

Anreise

Von Lusaka per Flug:

Es gibt je nach Saisonzeit Flüge von Lusaka nach Mfuwe. Diese starten teilweise zwei mal täglich und sind auf die Flugpläne der großen Airlines angepasst. Mit Emirates gibt es auch die Möglichkeit die Tickets mit Beförderungsgarantie “durch zu buchen” (Stand 09/21).  

Der Flug von Lusaka dauert je nach eingesetzter Maschine 60-90 Minuten und wird als Linienflug durchgeführt. Die Unterkünfte organisieren von dort einen Transfer, welcher in die zentrale Region ca. 45 – 60 Minuten dauert.

Per Kleinflugzeug aus Malawi (Lilongwe):

Wer den Südluangwa mit einem Badeaufenthalt oder einer Rundreise in Malawi verbinden möchte, kann per Kleinflugzeug ab/bis Lilongwe fliegen. Der Flug dauert ca. 90 Minuten und startet von Mfuwe. Die Lodges im Nationalpark haben keine eigenen Landepisten wie das beispielsweise in Botswana häufig der Fall ist. 

Mit dem Fahrzeug aus Malawi

Mit dem Auto von Lilongwe kommend, ist der Park in einer Tagesetappe erreichbar. Die Fahrzeit beträgt ca. 5 Stunden, wobei die Grenzüberquerung Zeit in Anspruch nimmt. Hier sollte man vorab sicher gehen, dass alle Papiere vollständig sind und ein reibungsloser Ablauf sichergestellt ist. Wir haben die Erfahrung bei Grenzübertritten gemacht, dass in Sambia alles etwas unorganisiert wirkt und oft bei Touristen mit Fahrzeugen Verwirrung vorherrscht.

 

Die Beste Reisezeit für den Südluangwa Nationalpark

Das Klima in Sambia unterscheidet sich etwas zu dem im restlichen südlichen Afrika. Die Regenzeit zieht sich hier etwas länger und die Überflutungszonen und Bodenbeschaffenheit des Parks machen diesen länger unzugänglich. Die Saison beginnt bei den meisten Lodges in der letzten Mai Woche und geht bis Mitte November

Bereits im Mai und Juni sind hier gute Tierbeobachtungen möglich und die Temperaturen noch nicht zu hoch. Dies ändert sich mit fortschreitender Trockenzeit und ab Oktober werden im Luangwa Tal Temperaturen bis zu 40 Grad am Tag erreicht. Durch die wärmespeichernde Bodenbeschaffenheit sind dann auch die Nächte tropisch warm. Als sehr geeignet halten wir persönlich den August, da die Temperaturen in den Mittagsstunden noch gut erträglich sind und nachts die Temperaturen sinken.

 

Was sollte bei der Reise in den Südluangwa Nationalpark beachtet werden?

Unabdingbares Utensil sind bequeme Schuhe für die Fußpirsch. Dies müssen nicht zwingend hohe Wanderstiefel sein. Leichte Laufschuhe mit gutem Profil sind dabei bereits ausreichend – es werden keine Berge erklommen. Um das Gepäck bei der Wandersafari zu reduzieren, macht sich auch ein kleines Fernglas gut, wer den schweren großen Feldstecher nicht “schleppen” möchte. Große Kameras mit schweren Objektiven sind nicht immer die beste Wahl, wenn man durch den Busch läuft – von einem Fahrzeug aus gelingen die Bilder besser. Der Fokus auf den Wanderungen liegt auf den kleinen Details, wozu sich eine kleine Digitalkamera meist besser eignet. Die Entfernung zu Elefanten, Raubkatzen und weiteren auf der Wanderung gesichteten Tiere ist auch für große Brennweiten zu weit, um die Tiere nicht unnötig in Stress zu versetzen.

Aufgrund der vielen im Park vorkommenden Vögel sind die Fahrzeuge auch bei warmen Temperaturen ohne Dach – eine Kopfbedeckung und gute Sonnencreme sind hier also angebracht.

Unser Tipp:

Auf Buschwanderungen lohnt es sich meistens nicht eine große Kamera mit schwerem Objektiv mit zu nehmen. Die fotografischen Möglichkeiten vom Fahrzeug sind weit besser und der Abstand zu den Tieren zu Fuß meist auch für lange Brennweiten zu groß.

 

Welche Tierarten gibt es im Südluangwa Nationalpark?

Die vielen Überflutungsgebiete und oftmals matschigen Böden werden von Tieren bevorzugt, die sich in diesem Terrain gut fortbewegen können. Nicht nur die Fortbewegung ist dabei ein Aspekt, sondern auch die sichere Flucht in schwer zugängliches Sumpfgebiet. Spannend ist auch der Unterschied von Giraffen und Zebra im Vergleich zu den artverwandten Nachbarn weiter südlich in Botswana und Simbabwe. Die im Luangwa Tal beheimateten Crawshay-Zebra sind eine Unterart der Steppenzebra und haben von diesen die dichtesten Streifen. Sie sind unheimlich fotogen und bilden tolle Motive. Die Crawshay-Zebra sind sehr konzentriert auf das Luangwa Tal. 

Die Thorneycroft-Giraffen sind eine Unterart der Massai-Giraffen und haben das Luangwa Tal von Norden aus besiedelt, womit die Nähe zu Ostafrika verdeutlicht wird. Die Giraffen sind ein klein wenig zierlicher. Die Musterung unterscheidet sich von denen in südlicheren Gebieten deutlich durch feine “Adern” in den braunen Flecken.

Folgende Tiere prägen den Park:

  • Puku
  • Wasserbock
  • Zebra
  • Giraffe
  • Flusspferd
  • Löwe
  • Leopard
  • Hyäne
  • Elefant
  • Büffel

 

Für die Vogel Begeisterten findet sich hier:

  • Erdberköpfchen
  • Nimmersatt in Brutkolonien
  • Bienenfresser (Karminspint ab September/Oktober)
  • Löffler
  • Pelikan
  • Hammerkopf (in großer Anzahl)

 

 

Unterkünfte im Südluangwa Nationalpark

Südlicher Teil:

Hier liegen innerhalb des Parks die Camps der Bushcamp Company. Alle Camps haben eine schöne Lage und meiste inen Blick auf ein Wasserloch, eine Lagune oder einen Fluss.

Hier unsere beiden Lieblingscamps in der Region:

Das Kapamba Camp bietet offene Chalets, welche zu einer Seite komplett geöffnet sind. In der Nacht werden die Chalets mit einem Gitter geschlossen, damit keine großen Tiere als Überraschungsbesuch vorbei kommen. Alle Chalets sind zum Kapamba Flusslauf ausgerichtet, welcher mit fortschreitender Trockenzeit kein Wasser mehr führt. 

Unser Tipp:

Das mit Blick zum Kapamba Fluss ganz linke Chalet hat eine eigene kleine Aussichtsplattform – dies kann bei einer Reservierung angefragt werden (es gibt jedoch nie eine Garantie, dass dies dann auch klappt). 

Chindeni ist ein klassisches luxury tented Camp. Die großen Zelte sind auf Plattformen gebaut und in Richtung einer Lagune ausgerichtet. Hier finden sich auch in den Mittagsstunden wenn es im Busch normalerweise etwas ruhiger wird viele Tiere zum trinken ein. Wenn das Wasser in der Lagune hoch genug ist sind auch Flusspferde da. Oftmals nutzen Elefanten die Lagune als Badestelle. Das Camp profitiert nicht nur von der Lagune, sondern auch vom nahegelegenen Luangwa Fluss, der in den Abendstunden viele Tiere anlockt. Das frische Grün vor dem Camp ist Sammelstelle vieler Pukus und Giraffen zum Sonnenuntergang.

Außerhalb des Parks (jedoch nicht durch Zäune getrennt und somit auch sehr tierreich) liegen die Camps von Kafunta Safaris. Eine Ponton Fähre verbindet die Lodge mit dem Nationalpark. Die einzelnen Camps lassen sich sehr gut miteinander kombinieren und die Transfers können per Fahrzeug oder auch teilweise zu Fuß stattfinden.  

Zentraler Teil:

Im zentralen Teil oder der sogenannten Mfuwe area liegen eine Vielzahl von Lodges. Durch die Nähe zum Flughafen, betreiben beispielsweise auch Robin Pope und die Bushcamp Company jeweils Lodgen hier, um die Anreise komfortabler zu machen in die abgelegenen Gebiete:

Die Mfuwe Lodge ist bekannt dafür, dass im November, wenn die Mangofrüchte an den Bäumen reif sind, oft Elefantenbesuch vorbei kommt. Die Dickhäuter stören sich dann nicht weiter an den Gästen oder Gebäuden und laufen mitunter durch den Rezeptionsbereich, um an die süßen Früchte zu kommen. Nach ausgiebiger Nascherei gibt es manchmal sogar noch einen Mittagsschlaf mitten in der Lodge.

Unser Tipp:

Die Früchte sind im November reif – dann lohnt sich das Elefantenspektakel in der Mfuwe Lodge.

Das Nkwali Camp von Robin Pope liegt am Luangwa Fluss außerhalb des Parks. Eine kurze Fahrt im Motorboot bringt alle Touristen am Morgen und Nachmittag auf die im Nationalpark wartenden Fahrzeuge. Das Camp ist ähnlich wie das Kapamba Camp mit offen Chalets entworfen, die einen freien Blick auf den Fluss bieten. Auch wenn das Camp außerhalb liegt, streifen oftmals Flusspferde und Elefanten durch das Camp. Das Camp ist ganzjährig geöffnet und auch während der Regenzeit werden hier sogenannte River Safaris durchgeführt – die meisten anderen Camps sind in dieser Zeit geschlossen.

Die Chikunto Safari Lodge ist im privatbesitz und liegt außerhalb des parks direkt am Luangwa Fluss. Das Camp ist mit viel Liebe zu Details erbaut worden. Man merkt die jahrelange Erfahrung in unterschiedlichen Lodges, die sich im Entwurf des Camps wiederspiegeln.

Der Norden

Der Nsefu Sektor wird dem nördlichen Teil des Parks zugeordnet. Im Nsefu Sektor hat sich Robin Pope mit drei Camps angesiedelt.

Tena Tena ist ein Zeltcamp, welches saisonal aufgestellt wird. Der Charm der Zelte und dem angeschlossenen offenen Bad ist sehr besonders und bietet ein Gefühl von Naturverbundenheit. Die Zelte sind Richtung des Luangwa Fluss ausgerichtet und überblicken eine Überflutungsebene. Hier sind zwischen den Aktivitäten auch tagsüber Tiere zu sehen. Manchmal gibt es Löwen Besuch im Camp, wenn das Lagerfeuer brennt.

Luangwa Bush Camping ist ein besonderes Erlebnis. Das Camp ist mobil und wird von einem Team im Schnitt alle 2-3 Tage komplett umgezogen. Die Idee dahinter ist, dass die Gäste jeden Morgen eine gewisse Distanz per walking Safari bis zum nächsten Platz laufen. Dort wartet bereits das Team und am Nachmittag geht es noch einmal auf eine kürzere Runde (bis zum Sonnenuntergang und nach einem Sundowner geht es per Fahrzeug durch die Dunkelheit zurück ins Camp).

Unser Tipp:

Wer nicht die lange Walking Safari über 8 Tage mit Robin Pope buchen möchte, kann hier ein paar Tage mobile walking Safari “reinschnuppern”.

Neben Robin Pope hat sich auf der westlichen Seite des Luangwa im nördlichen Gebiet auch Time and Tide angesiedelt. Beispielsweise das Mchenja Camp liegt am Flusslauf und ist für tolle Vogelbeobachtungen am Steilhang des Flusses bekannt. Speziell, wenn die Karminspinte im September eintreffen lohnt sich ein Aufenthalt in diesem Camp.

Selbstfahrer oder Full Service Lodge

Der Park ist nicht für Selbstfahrer ausgestattet und bietet Selbstfahrern wenig Orientierung und zudem ist der Park zu weitläufig. Ohne Übernachtungsmöglichkeiten kommt ein Selbstfahrer nicht in die südlichen oder nördlichen Teile.

Die Lodges bieten hier einen großen Vorteil bei jeglichen Aktivitäten. Die Möglichkeit für Guides auch bis in die Dunkelheit und offroad zu fahren ist für Nationalparks im südlichen Afrika einmalig. 

Unsere Tipps

  • Eine Reiseplanung im Mai/Juni verspricht ähnlich gute Tierbeobachtungen wie zu späteren Daten.
  • Der South Luangwa ist sehr abwechslungsreich und bietet auch für 10-14 Tage viel Abwechslung.
  • Eine Walking Safari sollte jeder unternehmen.
  • Die Vogelwelt ist nicht zu unterschätzen und neben Raubkatzen nicht aus dem Fokus geraten.
  • Eine Lodge Safari ist aufgrund der vielfältigen Aktivitäten einer Selbstfahrerreise vor zu ziehen.
  • Wer im Anschluss noch etwas entspannen möchte nutzt am besten einen Flug Transfer nach Malawi und entspannt hier noch am Malawi See.

Fazit zum Südluangwa Nationalpark

Der Südluangwa ist für Safari Einsteiger wie auch für erfahrene Safari Gänger ein wirkliches Erlebnis. Die Walking Safaris sind nicht vergleichbar mit denen in den Nachbarländern – nicht selten trifft man hier auch Raubkatzen. Die Tiervielfalt und Besonderheiten sind für Profis besonders spannend. Seien es die Thorneycroft-Giraffen, Crawshay-Zebra oder Puku Antilopen, welche fast nur noch im South Luangwa vorkommen.

Einen abwechslungsreichen und gleichzeitig so wenig besuchten Park ist im südlichen und östlichen Afrika kaum noch zu finden. 

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