Moremi Game Reserve: Das Herz des Okavango Deltas

Das Moremi Game Reserve ist ein staatlicher Nationalpark innerhalb des Okavango Deltas in Botswana. Er schließt eine der tierreichsten Regionen in Botswana ein – Chief’s Island.

Inhaltsverzeichnis

Das Geheimnis des Tierreichtums ist die zentrale Lage im Delta. Hier werden besonders viele Sedimente aus der jährlichen Flut angespült, welche einen hervorragenden Nährboden für sehr nahrhaftes Gras bilden. Dieses ist bei Antilopen und Büffeln sehr beliebt. Das Resultat ist eine dichte Population an Raubkatzen, die den Herden folgen um sich ihrerseits mit Energie versorgen zu können.

Flugsafari Moremi Game Reserve

 

Safari im Okavango Delta vs. Moremi Game Reserve

Jeder Safariurlauber, der sich mit dem südlichen Afrika auseinandersetzt, hat irgendwann einmal das große Ziel “Okavango Delta” vor Augen. Mit seinen Überflutungsgebieten, Seerosenfelder, kleinen Kanälen und dem endlosen Labyrinth von Papyrus und den üppigen Tierbeständen ist das Okavango Delta in Botswana ein richtiger Sehnsuchtsort. Mit knapp 5.000 km² nimmt das Moremi Game Reserve ca. ein Viertel des Okavango Deltas (20.000 km²) ein. 

Viele, die sich mit den ersten Planungen auseinander setzen, stolpern irgendwann einmal über folgende Fragen:

Was unterscheidet das Moremi Game Reserve vom Okavango Delta?

Ist Moremi ein Teil des Deltas oder andersherum?

Was unterscheidet die Safari im Moremi Wildschutzgebiet zu einer Safari im Okavango Delta?

Was sind private Konzessionen? 

Kann ich auch als Selbstfahrer in das Okavango Delta fahren?

Wie aus den Zahlen erkennbar wird, ist das Moremi Wildschutzgebiet ein Teil des Okavango Delta und nicht andersherum. Das Wildschutzgebiet bildet sozusagen die Kernzone des Okavango Deltas und umschließt die größten Inseln und damit auch viel Landfläche des Deltas. Chief’s Island ist mit der tierreichste Teil des Okavango Deltas und unterliegt dem Nationalpark behördlichen Schutz. Grundsätzlich gibt es im Okavango Delta innerhalb des Parks, sowie auch drumherum, in den privaten Konzessionen, Unterkünfte und tolle Safari Möglichkeiten.

Bekanntermaßen gibt es in den Nationalparks gewisse Regeln, welche eingehalten werden müssen. Die wichtigsten Regeln (die vollständigen Regeln sind beim Eintritt in den Park zu erhalten):

  • Ausschließlich an gekennzeichneten Plätzen darf das Auto verlassen werden (trotzdem vorher die Umgebung checken)
  • Die Wege dürfen nicht verlassen werden
  • Tiere haben immer das Vorrecht und dürfen nicht bedrängt werden
  • Schusswaffen sind nicht erlaubt im Nationalpark
  • Wer nach den Gate Öffnungszeiten ankommt muss mit einer Geldbuße rechnen
Diese Regeln treffen auch auf die Guides der einzelnen Lodges zu und dürfen auch von diesen nicht verletzt werden. Dem entgegen stehen nun also die privaten Konzessionen, welche von Lodgebetreibern über mehrere Jahre (ca. 15-25 Jahre) gepachtet werden. Hier gibt es keinen staatlichen Reglementierungen, was Offroad-Fahren, Uhrzeiten und Walking-Safaris angeht. Die einzigen Regeln, welche bestehen unterliegen dem Jagdrecht in Botswana. Außerdem müssen Lodges nach Ablauf der Pachtzeit rückstandslos wieder aus der Konzession entfernt werden. Das ist der Grund, warum viel mit natürlichen Materialien und wenig mit festen Fundamenten gearbeitet wird.

Private Konzession vs. Moremi Game Reserve

Folgende Punkte sollten bei der Abwägung zwischen private Konzession und Moremi Wildreservat beachtet werden:

Pro Moremi Wildschutzgebiet

  • Erreichbar mit privaten/ gemieteten Fahrzeugen
  • Sehr wildreiches Gebiet mit Chief’s Island
  • Günstigere Übernachtungsmöglichkeiten in Camps und Campingplätze
  • Erreichbarkeit auf mobilen Safaris
  • Keine hohen Transferkosten durch Flüge

Pro private Konzession

  • Kein Publikumsverkehr von externen Gästen
  • Mokorro Safaris 
  • Wandersafaris
  • Guides dürfen die Pisten verlassen
  • Nachtfahrten
  • Lodges können entsprechend der eigenen Vorlieben der Aktivitäten geplant werden
  • Komfortable Transfer per Flugzeug und Hubschrauber

Unser Tipp:

Eine Kombination aus beiden Gebieten ist immer eine attraktive Möglichkeit die Vielfalt der Aktivitäten zu nutzen. Eine schöne Option ist beispielsweise zunächst in eine private Konzession zu fliegen und im Anschluss mit einer mobilen Safari das Moremi Wildschutzgebiet und andere Gegenden Botswanas zu besuchen.

Charakteristika und Lage

Das Moremi Wildschutzgebiet ist, wie auch der Chobe Nationalpark, ein Teil des grenzüberschreitenden Parkprojekt Kavango-Zambezi Transfrontier Conservation Area.

Die Landschaft ist geprägt von Überflutungsgebieten mit kristallklarem Wasser und Inseln, die als Weidegrund vieler Tierarten dienen. Das Okavango Delta liegt inmitten der Kalahari. Es ist ein wahres Fest für das Auge, wenn man aus der trockenen und staubigen Umgebung der alles prägenden Dornbuschsavanne auf die ersten Ausläufer des Deltas stößt. 

Große Artenvielfalt

Diese Oase zeigt sich als bunter Mix des Lebens mit einer riesigen Vielfalt an Vögeln und Antilopen, welche wie immer in einem Ökosystem kleine Stellrädchen für die Existenz der Raubkatzen darstellen. Besonders beeindruckend sind die riesigen Palmen, die man im gesamten Delta finden kann.

Landschaft im ständigen Wandel

Aufgrund der saisonal schwankenden Wasserstände im Delta und durch die “Baumeister” der Kanäle in Form von Flusspferden und Elefanten ist das Gebiet in einem ständigen Wandel. Teilweise werden durch Tierpfade Kanäle umgeleitet und andere wiederum trockengelegt. Erstaunlicherweise funktioniert dieses dynamische System seit hunderten von Jahren. 

Entstehung der Flut im Okavango Delta

Die Flut des Deltas beginnt zum Ende der Regenzeit und ist weniger von lokalen Regenfällen, als vielmehr von den Regenmassen im Hochland von Angola abhängig. Hier sammeln sich die Wassermassen in Feuchtgebieten und geben wie ein überfüllter Schwamm nach und nach das Wasser frei in den, in Angola Kubango genannten, Fluss. Ab Namibia ändert der Strom seinen Namen in Okavango, bevor die Flut sich kurz hinter der Grenze dann großflächig auffächert und als Binnendelta sich ergießt. Der Strom ist zwischen 1.600 und 1.800 km lang und somit setzt die jährliche Überflutung immer etwas zeitversetzt ein und erreicht den Höhepunkt im April/Mai, bevor das Wasser verdunstet und die Wassermenge in der Trockenzeit entsprechend wieder abnimmt.

Bootsfahrt im Moremi Game Reserve

Durch die Gewissheit, dass die Wasserversorgung jedoch niemals komplett austrocknet, kommen vor allem in den trockenen Monaten viele Tiere mangels Alternativen in die Randgebiete des Deltas.

 

Die beste Reisezeit für das Moremi Game Reserve

Das Okavango Delta kann ganzjährig bereist werden und je nach Schwerpunkt von Aktivitäten und Erwartung ist auch in der Regenzeit lohnenswert. Der allgemeinen Theorie nach, ist das Okavango Delta als stetiger Wasserlieferant Anziehungsort für alle Tiere, die keine alternativen Wasserquellen in der Umgebung finden. Logischerweise ist dann also eher das Randgebiet des Okavango Deltas und des Moremi Schutzgebiets von Schwankungen in der Anzahl der Tiere betroffen. Im Delta selbst stehen den Tieren genug Futter und Wasser zur Verfügung, so dass diese wenig Grund haben saisonal zu migrieren. Einzig die Befahrbarkeit einiger Gegenden durch die Flut ist etwas eingeschränkt und somit der Bewegungsradius auf den Wildbeobachtungsfahrten.

Unser Tipp

Die Randmonate in denen oftmals günstigere Raten angeboten werden, sind im Mai/Juni und im November. Oftmals hat es jedoch bereits vorher aufgehört zu regnen (Ende März), beziehungsweise beginnt es erst so richtig mit der Regenzeit Ende November/Dezember. 

Anreise

Wie bereits erwähnt, liegt das Moremi Wildschutzgebiet mitten im Okavango Delta. Für die Anreise gibt es folgende Optionen:

Mit dem Kleinflugzeug:

Die Chartermaschinen fliegen aus allen Teilen des Deltas nach Moremi. Die gängigste Varianten sind jedoch von Maun aus (Flugzeit ca. 30 Minuten) oder von Kasane aus (Flugzeit ca. 90 Minuten). Die Landepisten sind alle in der Nähe der jeweiligen Lodge, wo bereits ein Guide wartet und natürlich auch wieder nach dem Aufenthalt abliefert. Ein toller Bonus ist der schöne Ausblick, wenn man über das Okavango Delta fliegt. 

 

> Wie eine Flugsafari im Detail funktioniert, haben wir hier beschrieben. 

 

Flugsafari in Botswana

Per Fahrzeug von Maun nach Third Bridge:

Von Maun aus geht es zunächst auf einer Teerstraße bis nach Shorobe, wo die Straße zu einer gut befahrbaren Piste wird. Ca. 70 km hinter Maun gibt es eine Abzweigung zum South Gate des Moremi Wildschutzgebiets. Am Gate gibt es auch direkt einen Campingplatz. Die meisten Reisenden fahren jedoch weitere 65 km bis nach Third Bridge. Das Wegenetz ist sehr verzweigt und anständiges Kartenmaterial ist essentiell.

Unser Tipp

Tracks4Africa zeichnet die aktuellsten Routen und Pisten auf. Es wird auch vor besonders kniffligen Passagen gewarnt.

Je nach Intensität der letzten Regenzeit entstehen neue Pisten und Wasserdurchfahrten. Das Terrain ist nichts für Einsteiger, da Wasserdurchfahrten und Tiefsandpassagen gemeistert werden müssen. Ein 4×4 mit viel Bodenfreiheit ist unbedingte Voraussetzung dabei. 

Km: 180

Zeit: ca. 6-8 h (je nach Tierbeobachtungen)

Letzte Versorgungsmöglichkeit: Jeglicher Proviant und Sprit muss in Maun eingekauft werden. Es gibt bis Kasane keine Verpflegungsmöglichkeiten.

Per Fahrzeug von Savuti (aus Richtung Kasane) nach Xakanaxa:

Von Savuti geht es in südlicher Richtung ca. 65 km erst durch die Mababe Depression und dann hinaus aus dem Chobe Nationalpark durch das Mababe Gate. Nach weiteren 40 km trifft man in der Khwai Region ein. Hier befindet sich das North Gate als Eingang in das Moremi Wildschutzgebiet.

Selbstfahrer im Moremi Game Reserve

Es gibt bereits am North Gate einen Campingplatz. Vom North Gate sind es ca. 50 km bis zur Lagune von Xakanaxa (Kakanaka gesprochen). Auch hier empfiehlt sich gutes Kartenmaterial, welches vor dem Tripp noch einmal aktualisiert werden sollte, um die aktuellsten Veränderungen speichern zu können.

Km: ca. 160

Zeit: ca. 5-6 h (je nach Tierbeobachtungen)

Letzte Versorgungsmöglichkeit: Unterwegs gibt es keine Versorgungsmöglichkeiten - ein kleiner Shop in Khwai hat unregelmäßig geöffnet, jedoch ist darauf kein Verlass. Es sollte alles aus Kasane mitgebracht werden.

Was sollte bei der Einreise beachtet werden?

Reisende auf Flugsafaris und mobilen Touren brauchen sich um keine administrativen Hürden zur Reise nach Moremi kümmern. Klassisch für wasserreiche Gegenden können in gewissen Zeiten einige Mücken unterwegs sein. Daher ist es nie schlecht ein Moskitonetz mitzunehmen (ein kleines handliches), falls in der Unterkunft keines ist oder dieses beschädigt sein sollte. Mückenspray und lange Kleidung sind speziell in den Trockenmonaten von Mai bis August notwendig. 

> Weitere Infos zur Malariaprophylaxe im südlichen Afrika findest du hier

Da die Böden in Moremi aus Kalahari Sand bestehen, speichert dieser annähernd keine Wärme und es kann in den Abend- und frühen Morgenstunden sehr kühl sein. Ein Windbreaker bei den Fahrten am Morgen ist dann unverzichtbar – genauso jedoch auch entsprechender Sonnenschutz während des Tages.

Permit für Selbstfahrer

Selbstfahrer benötigen zwingend vorab ein Permit, dass der Eintritt bereits bezahlt wurde und lückenlos alle Reservierungen für den gesamten Zeitraum existieren. Dies wird in Maun beim Nationalpark Büro erledigt:

Dept Of Wildlife & National Parks Booking Office in der Kubu Street Maun:

Öffnungszeiten:

Montag-Samstag: 07:30-12:45; 13:45-16:00   

Neben dem Papierkram, sollten genügend Vorräte eingekauft werden. Die wichtigsten Punkt, die jeder Selbstfahrer vor dem Abstecher nach Moremi prüfen sollte, sind:

  • Tank füllen
  • Öl und Wasserstand prüfen
  • Gasflasche auffüllen
  • Wasservorräte auffrischen
  • Verpflegung für X Tage einkaufen
  • Müllbeutel (alles was mitgebracht wird, muss wieder mit zurückgenommen werden)

Um in dem feinsandigen Gelände klar zu kommen und um im Fall eines Steckenbleibens sich selbst helfen zu können, sollten vorher folgende Punkte am Auto geprüft werden:

  • Reifenpumpe mitnehmen (im Tiefsand luft auf ca. 1 Bar ablassen)
  • Reserverad überprüfen, ob dieses einsatzfähig ist
  • Schaufel
  • Sandmatten/Leitern einpacken (jedoch nicht zwingend – meist reichen Äste)
  • Wagenheber (High lift jack)
  • Navigationsgerät mit detaillierten Karten einpacken

 

Öffnungszeiten des Parks

Die Öffnungszeiten des North- und Southgate sowie der Campingplätze sind wie folgt:

April – September

06:00 – 18:30 Uhr

Oktober – März

05:30 – 19:00 Uhr

Wer zu spät kommt wird mit Strafen belegt, da das Fahren im Park nach diesen Zeiten nicht gestattet ist. 

Die Guides der Lodges sind selbstständig darauf angewiesen diese Zeiten nicht zu brechen. Gäste, die den Guide zu einem frühen Aufbruch oder einer späteren Rückkehr drängen, gefährden in letzter Instanz den Job des Guides.

Bei Überschwemmungen und Buschfeuern kann es sein, dass der Park komplett geschlossen wird und somit die Anreise nicht möglich ist.

 

Welche Tiere sehe ich auf einer Safari im Moremi Game Reserve?

Moremi ist so vielfältig und abwechslungsreich mit dichten Mopane Buschwäldern, offenen Graslandschaften, kleinen Inseln, Auenwälder und Überflutungszonen. So fühlen sich hier viele Tiere heimisch. Einen klaren Vorteil haben jedoch Tiere, die sich gut im und am Wasser fortbewegen können und im Sumpf nicht stecken bleiben (meistens ist dies gleichbedeutend mit “in der Falle sitzen”):

  • Impala
  • Puku
  • Sitatunga
  • Büffel
  • Flusspferde
  • Gnus
  • Elefanten
  • Löwen
  • Leopard
  • Nashorn

Löwe im Moremi Game Reserve

Unser Tipp

Seit die Wilderei in Südafrika die Bestände an Nashörnern stark getroffen hat, wurden viele Nashörner aus Südafrika in das Okavango Delta umgesiedelt. Die Gegend ist für Wilderer unzugänglicher und große Teile des Militär sind zur Anti Wilderei Einheit ausgebildet. Die meisten der angesiedelten Nashörner halten sich im Moremi Wildschutzgebiet auf Chief’s Island auf.

Bekannte Routen und tierreiche Gegenden

Third Bridge und Xakanaxa sind die beiden Hauptanlaufstellen, wenn es um die abgelegenen Gegenden des Moremi Wildschutzgebiet geht. Diese liegen ca. 3h auseinander und sind in unseren Augen auch die tierreichsten. Xakanaxa liegt direkt an einer gleichnamigen Lagune. Wir hatten hier bisher gute Leoparden Sichtungen in der Nähe des Camps. An der Lagune selbst liegt das Camp Moremi, Camp Xakanaxa und Okuti, sowie der Campingplatz. Das bedeutet, dass hier durchaus auch einmal mehr Fahrzeuge unterwegs sind, wobei diese sich mit mehr Entfernung von der Lagune auch entsprechend verteilen.

Unser Tipp

Ein Abstecher (wenn die Flut es zulässt) nach Dead Tree Island ist landschaftlich besonders schön. Die von einer Flut überschwemmten und abgestorbenen Bäume bieten tolle Landschaftsmotive.

Die aktuell tierreichste Region im Moremi Gebiet ist wohl das Gebiet um Third Bridge. Hier gibt es viel Weidegrün und entsprechend halten sich sehr viele Antilopen und Raubkatzen hier auf!

Die Gegend um das South Gate ist unserer Ansicht nach wenig reizvoll und wird meistens nur von Selbstfahrern genutzt, die etwas zu spät aus Maun eintreffen, um weiter bis nach Third Bridge zu fahren.

Wildhunde im Moremi Game Reserve

Das Northgate hingegen, angrenzend an die private Konzession des Khwai Dorf, ist für Tierbeobachtungen sehr gut geeignet. Große Antilopen-Herden und durstige Elefanten kommen an die Ausläufer des Deltas und finden hier ein regelrechtes Paradies vor in der Trockenzeit.

 

Unterkünfte, Lodges und Campingplätze

Aufgrund der abgeschiedenen Lage des Nationalparks gibt es hier lediglich zwei unterschiedliche Unterkunftsvarianten. Campingplätze (mittlerweile auch mit angeschlossenem Zeltcamp zur Selbstverpflegung) und klassische Safarilodges. “Normale” Hotels oder B&B findet man hier nicht.

Folgende vier ausgeschriebene Campingplätze sind buchbar:

South Gate Camping 

Der Campingplatz ist unserer Ansicht nach ein “Überlauf” als Buchungsalternative, wenn alle anderen Campingplätze bereits ausgebucht sind oder Reisende zu spät

North Gate Camping

Von Savuti kommend, die beste Anlaufstation um das tierische Einzugsgebiet des Khwai Fluss zu erkunden. Hier ist die Trockenzeit sehr spannend. Viele Tiere aus dem zentralen Chobe Nationalpark kommen hierher, um Futter und Wasser zu finden. Während und kurz nach der Regenzeit passiert es öfter, dass die Region überflutet wird und schwer zu befahren ist. 

Xakanaxa Camping

Der Campingplatz an der Xakanaxa Lagune liegt perfekt gelegen, um die hinteren Ecken des Wildschutzgebietes zu entdecken. Die Gegend ist recht tierreich und sollte auf einer Runde durch den Park nicht ausgelassen werden. Um dem Verkehr hier etwas aus dem Weg zu gehen, der aus drei benachbarten Lodges entspringt, ist es ratsam früh bereits ein Stück weiter entfernt von Xakanaxa auf Wildbeobachtung zu gehen.

Thirdbridge Camping

Die aktuell tierreichste Region im Moremi Wildschutzgebiet bietet einen Campingplatz und ein Tented Camp, welches Selbstversorgern offen steht. Es werden außerdem Bootsfahrten von hier aus organisiert, um weiter in das Delta zu gelangen. Je nach Jahreszeit und Flut gibt es eine Wasserdurchquerung in der Nähe des Eingang zum Camp.

Lodges im Moremi Wildschutzgebiet

Camp Moremi

Das Camp Moremi wurde 2019 komplett renoviert. Die Zelte und Wege wurden auf erhöhte Stege gebaut. Der Vorteil dafür sind die nun besseren Ausblicke auf die Lagune, die ansonsten von hohem Schilf verdeckt wird. Betrieben wird das Camp von Desert&Delta.

Camp Xakanaxa

Das Camp (auch betrieben von Desert&Delta) liegt neben dem Okuti Camp und dem Camp Moremi. Die Lage ist fast identisch zum Camp Moremi. Welches der beiden (preisgleichen) Camps letztlich gebucht werden sollte ist vom individuellen Geschmack abhängig. Wir selbst bevorzugen das Camp Xakanaxa – die Atmosphäre ist etwas familiärer durch das Layout.

Mombo / little Mombo Camp

Die beiden Camps befinden sich auf der nördlichen Spitze von Chief’s Island. Die wohl tierreichste Gegend im Okavango Delta. Hier gibt es besonders nahrhaftes Gras und ist ein wahres Paradies für Safari Gänger. Mombo bedeutet “Land des Überfluss” und das spiegelt sich auch zu jeder Jahreszeit bei den Tierbeobachtungen wieder. Die Big Five in one drive sind hier keine Seltenheit und speziell Reisende, die wenig Zeit haben, sollten sich Mombo “gönnen”, da hier in kurzer Zeit viele Erlebnisse warten. Wenngleich Mombo mit das teuerste Camp im Okavango Delta ist, sollten speziell Reisende mit großem Geldbeutel einen Abstecher hierher einplanen. Beide Mombo Camps können nicht per Fahrzeug erreicht werden. 

Unser Tipp

Wenig Zeit, aber ein großes Budget? In der Gegend um Mombo sieht man innerhalb von 2 Tagen so viel wie in anderen Regionen in 2 Wochen.

Chiefs Camp

Das Chiefs Camp liegt etwas südlicher von Mombo, jedoch sind die Tierbeobachtungen ähnlich gut (vielleicht 90% identische Tierdichte).

Chiefs Camp ist das High End Camp von Sanctuary Safaris und kann etwas günstiger gebucht werden, wenn mehrere Camps von Sanctuary miteinander kombiniert werden. Das Camp kann nicht per Fahrzeug erreicht werden.

Selbstfahrer, Full Service Lodge oder geführte mobile Safari?

Selbstfahrer-Reisen in tiefsandige Gebiete ist nichts für schwache Nerven. Eine Rundreise, beispielsweise in Namibia, qualifiziert noch nicht für die Herausforderungen, die in Moremi warten.

Unser Tipp

Für eine erste Reise nach Moremi sind privat geführte oder Kleingruppenreisen (Max. 7 Teilnehmer) sehr gut geeignet um das Gebiet kennen zu lernen. Diese sind etwas erschwinglicher als Flugsafaris.

Kleingruppenreisen durch das Moremi Gebiet geben viel Zeit und Möglichkeit sich auf die Natur zu konzentrieren. Außerdem ist es spannend, die sich ständig wechselnden Landschaften, zu beobachten. Die Guides wissen den Busch gut zu lesen und finden viele Tiere, die beispielsweise ein Selbstfahrer “übersehen” hätte, durch den Fokus auf die sandigen Pisten.

Vögel im Moremi Game Reserve

Die für uns beste Variante ist eine Flugsafari in die abgelegenen Gegenden auf Chief’s Island im Moremi Wildschutzgebiet. Nicht nur ist die Anreise sehr komfortabel. Es sind auch die besten Tierbeobachtungen mit den Guides aus den Lodges möglich.

Unser Tipp

Es gibt Kleingruppenreisen, die in Moremi beginnen und per Flug von Maun aus nach Moremi starten. Hier ist es ziemlich einfach mit einer Kombination aus Flugsafari und Lodge zu beginnen und im weiteren Verlauf auf die mobile Tour zu wechseln – das Beste von beidem also.

Unsere Tipps zusammengefasst

  • Kombinationen aus privaten Konzessionen und dem Moremi Nationalpark ergänzen sich sehr gut. 
  • Aktuelle Karten von Tracks4Africa sind unabdingbar, wenn es um die Streckenplanung für Selbstfahrer geht.
  • Durch verschobene klimatische Voraussetzungen bieten sich mittlerweile auch die Randmonate wie Mai und November an. Insbesonders günstigere Preise, bei gleichzeitig guten Tierbeobachtungen, sind ein großer Vorteil.
  • Zum Schutz der Nashörner in Südafrika wurden viele nach Botswana umgesiedelt. Von daher ist die Population hier besonders hoch.
  • Dead Tree Island bietet bizarre Fotomöglichkeiten bei niedrig stehender Sonne
  • Mombo ist etwas für Budget unabhängige Planungen mit wenig Zeit – hier sieht man in 2 Tagen mehr als in anderen Regionen.
  • Budgetorientiert sind mobile Kleingruppenreisen. Diese bieten einen guten ersten Überblick darüber, was im Moremi zu erwarten ist.
  • Eine Kleingruppenreise lässt sich meistens auch mit einem Flug im Kleinflugzeug kombinieren – das Delta von oben zu sehen, ist immer ein ganz besonderes Highlight.

Grässer im Moremi Game Reserve

 

Fazit zum Moremi Game Reserve

Das Moremi Wildschutzgebiet und das Okavango Delta getrennt zu betrachten ist oft nicht ganz einfach. Die Planung wird also maßgeblich davon beeinflusst, welche Aktivitäten und weiteren Routen im Verlauf geplant sind. 

Fakt ist, dass eine Safari im Moremi Wildschutzgebiet bei 99% aller Planungen einer Botswana Reise aufgrund der Artenvielfalt eine Schlüsselrolle spielt. Das führt dazu, dass das Moremi Wildschutzgebiet in der Regel der Drehpunkt der Reise ist und alle weiteren Planungen drumherrum “gebaut” werden. Wer also auf der Suche nach typischen Afrika-Safari-Erlebnissen ist, sollte hier her reisen. Eine weitere wichtige Rolle (wie auch in anderen Teilen Botswanas) spielt dabei das Budget. Diese ist maßgeblich dafür entscheidend, welche und wieviele Tiere gesehen werden. Das wirkt sich hier stärker aus, als in den Nachbarländern.

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