Flugsafari in Botswana: Unzugängliche Wildniss erleben

Übersicht

 

Flugsafaris oder Fly-In-Safaris sind mittlerweile überall in afrikanischen Safari-Destinationen eine schöne Möglichkeit ohne großen Aufwand und Zeitverlust die entlegensten Ecken der Länder kennen zu lernen. Die Wiege der Flugsafari liegt jedoch in Botswana. Fast 50% aller Reisenden in Botswana wählen diese bequeme und exklusive Art das weitläufige Land zu erkunden. Immerhin stehen in Botswana 40% der gesamten Fläche des Landes den Tieren zur Verfügung und dabei bietet es sich an diese Weitläufigkeit per kleinem Flugzeug zu bereisen.

Strecken aus der tiefsten Kalahari in das Überschwemmungsgebiet der Linyanti Region sind sonst lediglich mit mehreren Tagen Fahrzeugtransfer zu erreichen und können nun zwischen der morgendlichen Pirschfahrt und der nachmittäglichen Bootsfahrt überwunden werden – ganz zu schweigen von den tollen Aussichten während du über das Okavango Delta fliegst!

 

Vorteil der Flexibilität und Exklusivität

Reisende, die vielleicht nicht gerade mehrere Monate unterwegs sein können, sind sehr viel flexibler und bekommen einen umfassenden Einblick in dieses einmalige Land mit seinen vielfältigen Ökosystemen und Tierwelt. Hinzu kommt, dass abgelege Lodges abseits der bekannten Touristenrouten über Fly-Ins angesteuert werden können und somit eine Exklusivität, Ruhe und Einsamkeit bieten, wie es selten in Afrika zu finden ist.

 

Die Flugzeuge

Bei Flugsafaris kommen meist kleine Propellerflugzeuge zum Einsatz, welche mit fünf bis zwölf Sitzplätzen ausgestattet sind. Mit etwas Glück oder auf Nachfrage ist es dabei sogar manchmal möglich direkt neben dem Piloten seinen Platz ein zu nehmen.

Kleine Flugzeuge für kleine Landepisten

Der Grund für die kleinen Flieger sind die sehr kurzen Landepisten in den Safari Regionen und dies speziell im Okavango Delta. Dort nehmen Landepisten oftmals die gesamte Länge einer kleinen Insel mitten im Delta ein. Natürlich kann es bei kleinen Flugzeugen schnell wackelig und holprig werden. Die Piloten sind aber darauf geschult ihre Flugroute und -höhe nach den Gegebenheiten anzupassen um einen möglichst ruhigen Flug zu gewährleisten. Wer möchte schon bei solch einem Panoramaflug seekrank werden 😉

 

Sicherheit bei Fly-In-Safaris

Bei den Flugtransfers steht natürlich die Sicherheit der Reisenden immer im Mittelpunkt. Das bedeutet gleichzeitig, dass alle Piloten regelmäßige Schulungen und Fortbildungen nach internationalen Standards für die speziellen Anforderungen eines Buschpiloten bekommen. Dabei ist interessant zu wissen, dass Maun beispielsweise als “Tor zum Okavango Delta” in der Hochsaison der Flughafen mit den meisten Starts und Landungen der südlichen Hemisphäre ist. Somit sammeln die Piloten hier viele Flugstunden und sind optimal für diese Herausforderungen vorbereitet.

 

Gepäckbestimmungen

Eine der Herausforderung bezieht sich auf die Zuladung der Maschinen, die vorab berechnet wird. Somit spielen neben den Gewichtsangaben der Passagiere auch das Gepäck bei Flugsafaris eine zentrale Rolle. Die Zuladung der Taschen ist über ein eigenes Gepäckfach möglich. Es wir jedoch vorausgesetzt, dass das Reisegepäck eine spezielle Größe nicht überschreiten und unbedingt weich sein sollten (keine Hartschalen oder Gestänge).

Gepäckmaße und -gewicht

Natürlich braucht sich niemand aufgrund der lediglich 20 Kg erlaubten Gepäck Reduzierung einschränken. Alle Lodges im Okavango Delta bieten einen Wäscheservice an, der kostenfrei genutzt werden kann. Die genauen Gepäckgröße für Flugsafaris in Botswana können variieren. Von daher ist es empfehlenswert vor Abreise die Maße zu studieren. Normalerweise ist man mit 60cm Länge x 25cm Breite x 30cm Höhe gut dabei.

 

Flugsafari ins Okavango Delta

Flugsafaris ins Okavango Delta bieten sich besonders an, da einige Lodges ganzjährig von Wasser umschlossen sind. In vielen Fällen gibt es keine andere Möglichkeit, als über den Flugweg diese zu erreichen.

Abflug aus Maun oder Kasane

Solltest du in Maun (oder Kasane) per Linienflug landen, wirst du normalerweise vor Ort nach der Einreise von der Chartergesellschaft bereits erwartet und in Empfang genommen.Diese kümmerst sich dann um deinen Flug in das erste Camp der Reise. Sobald alle Reisendem für den vorgesehenen Transfer eingesammelt sind, wirst du zum Flugzeug und dem bereits bereitstehenden Piloten gebracht. Nach der Verladung der Taschen und einer kurzen Einweisung in die Besonderheiten des Flugzeugs, kann das Abenteuer Flugsafari in Botswana auch schon starten.

Von Maun aus sind die Lodges im Okavango Delta in 15 bis 30 Minuten erreichbar. Die Chartergesellschaften behalten es sich jedoch vor bis zu zwei Zwischenlandungen bei anderen Lodges einzulegen, um Passagiere abzuladen oder auch neue Reisende auf zu nehmen. Die Landepisten sind je nach Lodge einige Kilometer von der Unterkunft entfernt und nicht selten teilen sich Lodges in einer Region eine Landepiste.

Tierbeobachtungen bei Fly-In Safaris

Nach der Landung wartet dann auch meist bereits ein Guide mit Erfrischungen an der Piste. Somit startet dann auch direkt die erste Wildbeobachtungsfahrt zur jeweiligen Lodge.

Ich selbst hatte bereits die spektakulärsten Tierbeobachtungen und tolle Situationen auf dem meist kurzen Weg von der Landepiste bis zur Lodge – es gilt also wie immer das Motto: “wer schläft, verliert!”.

Mit den (hoffentlich) ersten Bildern im Kasten bereiten die Angestellten der Lodge ein herzliches Willkommen und es werden nach einer ersten Orientierung die Aktivitäten für die kommenden Tage geplant. Je nach Lodge können das Wildbeobachtungsfahrten, Ausflüge im Motorboot, Wandersafaris oder ein Trip im Mokoro (traditionelles Einbaum Kanu) sein.  Die Aktivitäten sind letztlich immer abhängig in welche Region der Pilot dich abgesetzt hat.

Überprüfung der Landepiste nach Tieren

Nach spannenden Safaris, Game Drives und einer entspannten Zeit in der Lodge bringt der Guide dich wieder zurück zur Landepiste. Teil der Routine ist das Auf- und Abfahren der Landepiste, bevor der Buschpilot landen kann. Erst wenn sichergestellt ist, dass keine Tiere die Piste zum Grasen oder Jagen verwenden, gibt es grünes Licht für den Piloten um zu landen und dich weiter zur nächsten Lodge zu bringen.

 

Fazit zur Flugsafari in Botswana

Unsere Erfahrungen für Flugsafaris sind ausschließlich positiv. Es bietet die Möglichkeit in abgelegene Gebiete Botswanas zu kommen,welche sonst kaum erreichbar wären. Natürlich sind die Flüge und die exklusiven Lodges mit Kosten verbunden, welche sich nicht jeder leisten kann. Wenn aber das nötige Kleingeld vorhanden ist, ist Flugsafari in Botswana jeden Cent wert.

Zusammenfassend lassen sich folgende Vorteile einer Flugsafari darstellen:

  • Wunderbare Ausblicke und Landschaften aus der Luft
  • Teilweise sogar Tierbeobachtungen aus der Luft möglich
  • Sehr flexible Planung und Kombination aus unterschiedlichen Regionen und Ökosystemen
  • Einfache individualisierung der Pläne je nach Vorlieben und Schwerpunkte
  • Reisende mit wenig Zeit bekommen einen guten Überblick
  • Es werden Regionen erreicht, die fernab von touristischen Routen liegen, fernab der Zivilisation
  • Kurze Transferzeiten mit wenig Zeitverlust

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