Wenn man an Tansania denkt, haben die meisten sofort die berühmten Safariparks im Norden vor Augen: Serengeti, Ngorongoro Krater oder Tarangire. Doch Tansania hat weit mehr zu bieten. Unsere Tansania-Spezialistin Saskia war für Sie auf Flugsafari in Tansania unterwegs, um neue Regionen, Lodges und Geheimtipps zu erkunden. Herausgekommen ist eine Reise in das unbekannte Tansania. Fernab der klassischen Routen erleben wir atemberaubende Landschaften, authentische Tierbeobachtungen und paradiesische Inselromantik.
Erste Station: Ruaha Nationalpark – Wildnis pur im Herzen Tansanias
Schon der Anflug ist ein Erlebnis. Mit dem Kleinflugzeug geht es von Dar es Salaam direkt in den abgelegenen Süden, mitten hinein in eine der ursprünglichsten Safari-Regionen des Landes.
Im Kigelia Ruaha Camp verbrachten wir vier Nächte direkt am Ifiguru River, der sich außerhalb der Regenzeit als sogenannter Sand River zeigt. Besonders eindrucksvoll: Immer wieder ziehen Elefanten durch das Camp. Wer möchte, kann die Nacht nicht nur im Safari-Zelt, sondern auch auf einem Star-Deck unter dem Sternenhimmel verbringen, nur geschützt durch ein Moskitonetz.
Warum Ruaha so besonders ist:
- Exklusive Tiererlebnisse, oft stundenlang ohne ein anderes Fahrzeug zu sehen
- Ein Paradies für Elefanten mit hervorragenden Sichtungen
- Riesige Baobab-Bäume, die das Panorama prägen
Neben klassischen Pirschfahrten im Geländewagen sind im Ruaha auch Walking Safaris möglich.
Unser Tipp:
Wer echte Wildnis und Privatsphäre sucht, ist im Ruaha genau richtig. Ideal für erfahrene Safari-Reisende, die Massentourismus vermeiden möchten.
Zweite Station: Nyerere Nationalpark – Wasserwelten am Rufiji Fluss
Vom Ruaha ging es weiter östlich in den Nyerere Nationalpark (früher Selous). Hier verändert sich das Bild komplett. Statt trockener Flussbetten prägen Seen, Lagunen und der mächtige Rufiji Fluss die Landschaft.
Unsere Lodge, Sand Rivers Selous, liegt leicht erhöht direkt am Flussufer. Während man vom Deck die Aussicht genießt, hört man die Flusspferde grunzen und sieht Krokodile im Wasser lauern.
Safari-Highlights im Nyerere
- Pirschfahrten mit Chancen auf Löwen, Leoparden und Elefanten
- Bootssafaris auf dem Rufiji, bei denen Krokodile und Flusspferde zum Greifen nah sind
- Walking Safaris für ein besonders intensives Naturerlebnis
Die Sichtung von Wildhunden gilt hier als besonderes Highlight. Wir hatten diesmal zwar kein Glück, aber die Chancen stehen in kaum einem anderen Park Tansanias so gut.
Unser Tipp:
Der Nyerere eignet sich perfekt, um Safaris zu kombinieren. Er ist wasserreich, landschaftlich abwechslungsreich und bildet einen spannenden Kontrast zum Ruaha.
Dritte Station: Pemba Island – Ursprüngliches Inselparadies
Zum Abschluss der Reise führte unser Weg über Sansibar weiter nach Pemba Island, der kleinen Schwester Sansibars. Schon beim Anflug wird klar, warum sie auch die grüne Insel genannt wird: Sattes Grün, dichte Mangrovenwälder und Nelkenplantagen so weit das Auge reicht.
Wir verbrachten zwei Nächte im Fundu Lagoon, einem Barefoot Luxury Hideaway direkt am Strand. Der Robinson-Crusoe-Vibe ist hier Programm. Nur per Speedboot erreichbar, keine Animation, keine lauten Nachbarn. Dafür pure Ruhe, Natur und kleine Vervet Monkeys, die über die Terrasse hüpfen.
Was Pemba auszeichnet:
- Authentisch und ruhig, deutlich weniger touristisch als Sansibar
- Ein Paradies für Taucher und Schnorchler
- Privatsphäre und Erholung pur
Unser Tipp:
Für unsere Gäste empfehlen wir unbedingt den Flug. Die Fähre ist zwar theoretisch möglich, aber nicht komfortabel.
Unser Fazit
Unsere Reise hat gezeigt: Tansania ist weit mehr als Serengeti und Ngorongoro. Der Süden des Landes und die Insel Pemba sind perfekte Ziele für Safari-Liebhaber, die schon ein wenig Erfahrung mitbringen und bewusst das Ursprüngliche suchen.
Als Safari-Spezialisten ist es uns wichtig, diese Regionen persönlich zu bereisen und die Lodges selbst zu testen. Nur so können wir unsere Gäste individuell beraten und Reisen zusammenstellen, die genau zu den Wünschen passen. Sei es Abenteuer in der Wildnis oder pure Erholung am Strand.
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